Weill in Dessau: One Touch of Venus
Geschrieben von Administrator   
Sonntag, 14. Februar 2010

One Touch of Venus - Ein Hauch von Venus

Musical von Kurt Weill

Anfang März beginnt in Dessau eines der interessantesten Festivals in Deutschland, mit dem das Schaffen von Kurt Weill gewürdigt wird.

In diesem Jahr i großen Haus des Anhaltischen Theaters mit einem Musical - sprtizig, frech, eingängig.

 

Musikalische Leitung James Holmes | Daniel Carlberg
Inszenierung Klaus Seiffert
Bühne u. Kostüme Imme Kachel
Choreografie Mario Mariano
Dramaturgie Ronald Müller
Venus Ute Gfrerer | Ulrike Mayer
Molly Ulrike Mayer | Olivia Vermeulen
Rodney Hatch Angus Wood
Withelaw Savory Ulf Paulsen
Taxi Black u.a. David Ameln
Stanley u.a. Jan-Pieter Fuhr
Kommissar u.a. Kostadin Arguirov
Mrs. Kramer Ulrike Hoffmann
Gloria Kristina Baran
05.03.10, 19.00 Großes Haus
06.03.10, 19.00 Großes Haus
13.03.10, 17.00 Großes Haus
19.03.10, 19.30 Großes Haus
08.04.10, 16.00 Großes Haus
09.05.10, 17.00 Großes Haus
 
Koproduktion mit dem Kurt-Weill-Fest Dessau

Als Krankheitsvertretung trifft der Friseur Rodney Hatch auf den blasierten Kunstsammler Whitelaw Savory, der mit seiner Neuerwerbung prahlt, einer griechisch-antiken Venus-Statue, die schöner als jede Frau sei. Zum Spaß steckt Rodney, der nicht verhehlen kann, dass er seine Verlobte Gloria hübscher findet, während eines unbeobachteten Moments der Statue den eigentlich für Gloria gedachten Verlobungsring auf, wodurch die Venus- Statue zum Leben erwacht. Diese verliebt sich sogleich in Rodney, der vergebens vor ihr zu fliehen versucht – die Verwicklungen beginnen: Das Verschwinden der Statue wird Rodney als Diebstahl angelastet, Venus verfrachtet ihre Konkurrentin Gloria an den Nordpol, woraufhin Rodney unter Mordverdacht und ins Gefängnis gerät. Von dort wird er durch Venus befreit. Er verbringt eine Liebesnacht mit ihr und wird schließlich von der zurück gezauberten Gloria verlassen. Allmählich verliebt sich Rodney tatsächlich in Venus… Die zunächst rein komödiantische Geschichte gewinnt eine gesellschaftskritische Dimension und satirische Schärfe, wenn das Göttinnendasein mit der Wirklichkeit der kleinbürgerlichen Hausfrauenrolle kontrastiert wird. Venus muss feststellen, dass sie in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nur zwischen zwei Lebensentwürfen wählen kann, dem einer Haushälterin und dem eines Objekts rein ästhetischer Verehrung. „One touch of Venus“ ist eine witzige Variante des Pygmalion-Stoffes, in der Groteskmärchen und Zeitsatire eine reizvolle Verbindung eingehen. Das Stück wurde Weills größter Broadway-Erfolg. Die Songs reichen von sanften Liebesballaden zu swingenden Tanznummern. Einige Nummern, wie das großartige Liebesduett Venus/Rodney, die Rumba „Speak low“, oder „That’s him“ stürmten die Hitparaden und zählen heute zu den großen klassischen amerikanischen Songs.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Februar 2010 )