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Koelbls Haare PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Samstag, 22. September 2007

Sie haben uns immer wieder - Männer wie Frauen - entzückt und verwirrt. Die Loreley brachte nicht nur mit ihrem Gesang sondern auch mit ihrem Haar die Fischer in ihrem Nachen zum Scheitern, Rapunzel ließ es herab, den Liebsten zu empfangen. So gibt es hunderte Gedichte, Erzählungen und Geschichten über die Faszination schöner Haare - ein Grund für die Kopftuch - Doktrin des Islam. Dabei gibt es über sie weit mehr zu berichten. Sie sind überall - auf dem Kopf und in den Achselhöhlen, sie wachsen uns aus den Ohren und aus der Nase, Frauen gestalten aus ihnen Kunstwerke , lassen sie fallen, entfernen sie von den Beinen, Männer versuchen die letzten Reste zu drapieren,  zwirbeln sie zu Bärten,  wir finden ein einzelnes in der Suppe, auf dem Revers oder  mehrere von ihnen im Ausguss : Haare. Dieser haarigen Angelegenheit hat  die Fotografin Herlinde Koelbl ein köstliches opulentes Buch gewidmet und uns gezeigt, wo sie bei uns Menschen überall zu finden sind und wie wir mit ihnen umgehen. Dabei erhalten wir so mancherlei ungewohnte Einblicke - ob nun rund um Brustwarzen,  Vagina oder  Penis,   gestriegelt, geflochten, gefärbt, geschnitten, verwuschelt, rasiert und unrasiert, aus Abfall beim Friseur und nach dem Kämmen in der Waschschüssel. Ästhetisch faszinierend - Haare als Teil unserer Identität, ein Stück Kulturgeschichte. Und das Buch dazu ein Kunstwerk, unterhaltend, amüsant, Hochglanz, schwarz-weiß und farbig.Dazu ein Essay von Bernhard Schlink.

Verlag Hatje Cantz

 
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