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Geschrieben von Kulturinfo-Team
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Mittwoch, 19. September 2007 |
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Lange Zeit war es schwierig, Hintergrundinformationen über die deutsche Unternehmerfamilie Reemtsma zu erlangen. Familienmitglieder sagen selbst, es handele sich um „eine verschwiegene Familie“. Doch nun ist das Schweigen gebrochen. Haupterbe der Zigarettendynastie Jan Philipp Reemtsma hat dem Historiker Dr. Erik Lindner uneingeschränkten Zugang zum Familienarchiv gewährt, seine Brüder standen für Interviews zu Verfügung.
Das Ergebnis ist die Familiengeschichte der Reemtsmas, über drei Generationen hinweg dokumentiert, in 15 Kapitel gegliedert, auf nahezu 600 Seiten geschildert. Autor Lindner untersucht die Geschichte einer Familie, deren Namen zum Markenzeichen im Zigarettengeschäft wurde und die den Aufstieg eines ursprünglich kleinen Unternehmens zum Industriegiganten der 20er Jahre vollzog. Zwei konträre Themen sind dabei besonders bemerkenswert: Die Verstrickung der Familie in den Nationalsozialismus aufgrund ihrer Millionenspenden an Hermann Göring einerseits, das kulturell so wichtige Engagement von Jan Philipp Reemtsma mit seiner Stiftung „Hamburger Institut für Sozialforschung“ andererseits.
DIE ZEIT schrieb am 6. September: „Deutlich ist sein (Lindners A.d.R) Bemühen, neutral zu bleiben und heikle Sachverhalte lieber in Frageform zu kleiden, als Stellung zu nehmen.“
Erik Lindner: Die Reemtsmas, Geschichte einer deutschen Unternehmerfamilie; Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2007; 591 Seiten, 25€.
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 19. September 2007 )
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