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Thomas von Steinaecker: "Wallner beginnt zu fliegen" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 26. Juli 2007
Dieser erste Roman Thomas von Steinaeckers ist eine Familiengeschichte – und sie ist damit auf den ersten Blick zeitgemäß, liegt mit Achim Fest, Senta Berger und vielen anderen im Trend.
Steinaeckers Roman ist mehr – eine Erkundung der Lebenswege von drei Generationen.
Da ist Stefan Wallner, Besitzer einer Landmaschinenfirma, der im Laufe der Zeit die Beziehung zu seiner Aufgabe und zu seinen Mitarbeitern verliert und sich in eine Parallelwelt verirrt oder in sie flüchtet. Sein Sohn Costin macht Karriere als Popsänger, seine Gruppe wurde bei einem Fernsehcasting entdeckt. Er gründet ein eigenes Label, liebt und wird geliebt, wird manipuliert, ist Teil eines großen Geschäfts, wie wir es täglich in Zeitungen und Programmen erfahren. Schließlich die dritte Generation: seine uneheliche lesbische Tochter Wendy, die den Vater zu spät für sich entdeckt und sich daran macht, die Vergangenheit mit unterschiedlichen Mitteln zu erkunden – mit eigener Recherche und mit Hilfe des Internets, nur fragt sich, was davon Realität war und was Einbildung oder Konstruktion.
Steinaeckers Stil ist knapp, lakonisch, am Anfang in sehr kurzen Absätzen, die später deutlich länger werden. Er bemüht sich jeder Person eine eigene Sprache zu geben, ein Versuch, der bei Sohn und Enkelin Wallners zeitgemäß und lässig sein soll. Dieser gegenwärtige Duktus trägt in sich die Gefahr eines frühen Verfallsdatums. Bis dahin aber: ein guter lesenswerter Unterhaltungsroman.
 
Thomas von Steinaecker: "Wallner beginnt zu fliegen"
Frankfurter Verlagsanstalt
ISBN: 978-3-627-00140-7
 
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 26. Juli 2007 )
 
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