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Nicki Pawlow: Die Frau in der Streichholzschachtel |
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Geschrieben von Administrator
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Mittwoch, 11. Juli 2007 |
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Ist dieser Roman eine Ost - West - Liebesgeschichte, eine politische Story oder eine Journalisten - Männer - Erzählung ? Er soll gewiss alles sein. Auch eine Deutschstunde. Es geht um die Obsession einer jungen Frau, die ursprünglich aus der DDR kommt, schon als Zwölfjährige einen Fernsehkorrespondenten aus dem Westen bemerkt und sich später hemmungslos in ihn verliebt, ihn bedrängt, für sich gewinnt - auch wenn er sich standhaft und erfolgreich gegen eine Liaison wehr und ihn schließlich doch verliert. Sie arbeitet in der Pressestelle der Treuhand, diesem schrecklichen , rücksichtlosen Abwicklungsladen für Ostbetriebe und Ostmenschen. Er moderiert ein Deutschlandmagazin - das an Kennzeichen D im ZDF erinnert und auch er wird schließlich abgewickelt. Der erste Treuhandchef Rohwedder wird ermordet, ihm folgt die kalthertzige Birgit Breuel. Der erste Irakkrieg droht. Der Westjournalist sitzt mit einer absurden vermurkstenFamilien - und Beziehungsvergangenheit jeden Abend in einem griechischen Restaurant gegenüber der Schaubühne, läßt sich voll laufen, bedauert sich, heult. Schließlich kapiert die junge Frau den Schwachsinn ihrer Liebe, beendet die Nicht - Beziehung, macht Karriere und landet schließlich beim Fernsehen auf dem Stuhl, auf dem der einst von ihr Geliebte seine Moderationen sprach.Ihr erster Studiogast ist Erich Loest. Das freut den Leser. Sie hats geschafft, während ihr Idol als Sonderkorrespondent in Krisengebiete entschwunden ist. Nein, hier gibt es nun wirklich keine Ähnlichkeiten zu den einst amtierenden Moderatoren von Kennzeichen D. Gibt es überhaupt Beziehungen zur Realität ? Die Beobachtungen in der Treuhand sind ebenso begrenzt wie ein Einblick in die Arbeit eines Moderators. Schon deshalb nicht, weil wir ja immer mit den beiden beim Griechen sitzen oder miterleben, wie sie auf einen Anruf des Korrespondenten Wolf Kiefer wartet. Also doch eine Liebesgeschichte, unerfüllt mit der Warnung an die Adresse junger Frauen, sich auf keinen Fall mit eitlen labernden verheirateten Männern einzulassen. Naja ! Flott geschrieben, schnell gelesen.
Dittrich Verlag
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 12. Juli 2007 )
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