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Luc Bondys "König Lear" kann nach Auskunft vieler Berichterstatter als eine bedeutende, bemerkenswerte, sehenswerte Inszenierung gelten.
In der FAZ erklärt Gerhard Stadelmeier begeistert : "Im Wiener Lear, an dem der frühere zarte Bondy gescheitert wäre, vereint er nun Seele und Blut, Grausamkeit und Zartheit, Brutalität und Leichtsinn, Wahnsinn und Liebe mit einer Meister - und Könnerschaft, die ihresgleichen sucht...... Auf dem Theaterzettel steht "König Lear", Gert Voss spielt im Burgtheater "König Ich". Voss genießt diesen Wahn. Er spielt den Lear als Riesenfackel......wenn er den geblendeten Gloster im Schoß hält, wenn er später die tote von Edmund Sdhergen gemordete Cornelia beweint, dann sind die Schluchzer und Seufzer von Voss, dann sind sein Summen, sein Gähnen, sein Atmen, sein Stöhnen, sein Lebenaushauchen eigentlich gar nicht mehr inszenierbar. Das ist einfach: pures, rohes, blutendes Fleisch einer Eigenliebe, der am Ende die Haut heruntergerissen wurde, als sie nun wirklich das besitzen und im Arm halten könnte, was jeglicher Liebe, wäre sie nur Nächstenliebe gewesen , wert gewesen wäre. Ein Moment, ganz Schmerz, verückteste, herzzerreißenste Verlassenheit. Mehr eigentlich muss Theater gar nicht können. Jubel."
Peter von Becker im Berliner Tagesspiegel : Das Außergewöhnliche dieses Wiener "Lear" ist nicht so sehr das Königs- oder Familiendrama und nur im Ansatz die groteste, sarkastische Tragödie des Alters und Alterns. Es ist wirklich das :Wahnsinnsdrama."
Also : auf nach Wien - oder auf das nächste Berliner Theatertreffen warten. Diese Inszenierung hat alle Chancen eingeladen zu werden.
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