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Iphigenie auf Tauris PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Bub   
Mittwoch, 30. Mai 2007
Diese Iphigenie ist ein großer Wurf der Komischen Oper Berlin - beklemmendes, faszinierendes dramatisches Musiktheater. Alles an dieser Inszenierung , alles an musikalischer und schauspielerischer Leistung ist großartig. Der Schauplatz von Barrie Kosky ist zugleich zeitnah als auch zeitlos - erinnert an Erniedrigung und Menschenverachtung von Abu Graib , kaum zu ertragen die Entwürdigungen durch eine höhnische Soltadeska , erstaunlich und doch stimmig die Erscheinungen Klytämestras und Agamemmnons und eines Chores nackter Greise. Die Besetzung mit Geraldine McGreevy als Iphigenie, mit Kevin Greenlaw als Orest und Peter Lodahl als Pylades erstklassig eindrucksvoll, nicht nur stimmlich. Dazu ein präzis aufspielendes Orchester unter Paul Goodwin, streng, klar, zeitweise schroff und ein vorzüglich einstudierter Chor. Nicht nur bei der Premiere sondern auch bei der zweiten Vorstellung Jubel und Bravorufe. Sehr zu empfehlen. Oper vom Feinsten.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Mai 2007 )
 
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