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Documenta in Kassel :1000 Chinesen mit dem Kontrabass PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Bub   
Sonntag, 27. Mai 2007

Alles ist Kunst, alles, was wir dazu erklären. Widerspruch ist zwecklos. Wer sich mokiert, wird zum Banausen. Also ist auch diese Aktion Kunst : ein chinesischer Künstler hat den Machern der diesjährigen Documenta eingeredet, dies sei Kunst.
Er läßt über 1000 Chinesen aller Bevölkerungsgruppen aus der Volksrepublik China jeweils in Zweihunderter - Gruppen nach Deutschland transportieren, auf daß sie sich dort zwei Wochen umschauen und angeschaut werden können. Sie müssen nichts tun - nur in einer eigens zur Verfügung gestellten Halle schlafen, wie nach dem Ost - West - Flüchtlingsstrom im Aufnahmelager Friedland oder nach einer Flutkatastrophe. Verpflegt werden sie auch. Das ist alles. Und das ist Kunst ? Ja, die Kunst der Überredung. Er wolle, sagt der Künstler uns damit sagen, daß die Chinesen im Kommen sind. Ach ja ! Haben wir noch garnicht gewusst. Ist uns ja richtig neu. Da staunen wir aber ! Erinnern wir uns nicht zu gerne an das Lied von den 10 Chinesen mit dem Kontrabass ? Und haben wir nicht gerade gelesen, ein chinesischer Unternehmer habe einen deutschen Flughafen bei Parchim erworben, damit er dort die Flut chinesischer Produkte kostengünstig abladen kann. Aber das ist nun wieder keine Kunst, sondern Geschäft. Die Macher der Documenta aber sind zu bewundern, daß sie jeden Schwachsinn zur Kunst erklären.

 
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