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„Lavinia“ von André Werner PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Isa   
Mittwoch, 2. Mai 2007

Endlos politisch, religiös oder ökonomisch motivierte Gewalttaten in aller Welt bestimmen das Klima unserer Zeit.

Der Künstler findet Rettung in der psychischen Bewältigung durch Beobachtung und Erfahrung. So auch Shakespeare, dessen Werke dramatisierte Menschenkunde sind und die Schlechtigkeit der Welt auf die Bühne stellen.

 André Werner erwählte sich die erste Tragödie Shakespeare ´s, „Titus Andronicus“, zur Vorlage seiner Oper „Lavinia A.“, womit er kein Drama  anstrebt, sondern die  Mechanistik des Grauens personifizieren will. Die Vorlage Shakespeare´ s wurde soweit komprimiert, dass nur noch vier Hauptakteure Aggressionen aufbauen, die nicht mehr umkehrbar sind.

André Werners Inszenierung hält sich von opernhaftem Gestus und romantisiertem Klangbild fern und liefert stattdessen ein gehärtetes Klangrelief schmerzhafter Schärfe, das analog zur sich steigernden Gewalt auf der Bühne funktioniert.

Die Osnabrücker Uraufführung entstand im Auftrag des Theaters und präsentierte sich unter der Leitung des Symphonieorchester-Dirigenten Hermann Bäumer aufmerksam, engagiert, und vertraut mit allen Schwierigkeiten, ebenso wie Genadijus Bergorulka als Andronicus ,Karen Fergurson als Lavinia, Eva Schneidereit als Tamora und Yoonki Baek als Aaron.

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 3. Mai 2007 )
 
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