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Geboren am 23.09.1978 in Elsterwerda (Brandenburg)
Lebt und arbeitet in Dresden
Studium:
1999-2000 künstlerisches Lehramt (TU Dresden)
2000-2005 Malerei/Grafik/Bildhauerei/Andere bildnerische Medien an der HfBK Dresden (2002 Vordiplom bei Prof. Siegfried Klotz/Günter Hornig, Hauptstudium bei Prof. Ralf Kerbach)
2005 Diplom Bildende Kunst
2006-2007 Postgraduiertes Studium, Meisterschülerstudium bei Prof. Ralf Kerbach/Prof. Dr. Constanze Peres (Bildende Kunst, Philosophie, HfBK Dresden und TU Dresden)
Auszeichnungen/Stipendien:
2003 Förderpreis für Malerei des Landkreises Borken und Arbeitsaufenthalt im Künstlerdorf Schöppingen (NRW)
2003 Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes
Studienreisen/Arbeitsaufenthalte:
2003 Künstlerdorf Schöppingen, Deutschland (NRW)
2006 Hamburg, Deutschland
2006 Istanbul, Türkei
2007 Guanghzou, China
Arbeitsgebiete/Werkcharakteristik:
Aufgeklapptes Wirkungsfeld / Malerei, Neue Medien, übergreifende Projekte
Einzelausstellungen:
2006 „DIESEL“ Artbuero Berlin Ltd., Berlin (Newsletter)
2005 „ROTSAUGER“ MIS Consulting GmbH, Dresden
2004 „BLAUPUMPE“ Kunstverein Vreden/NRW (Katalog)
2004 „SMS CHATWALL“ (mit A. Martin), diverse Clubs in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Dänemark, USA, Südafrika
2003 „ENDSTATION MENSCH“ (EA mit C. Gebhardt) Dresden
2003 „STUDIO 150“ (EA mit C. Gebhardt und J. Brokof)
2002 „TRAMP“ (EA mit N. Kniestedt) Dresden
2001 „MEMORY IS WHAT MAKES OUR LIVES“ Neue Bühne Senftenberg, Brandenburg
2001 „BILDER“ Nadler Galerie, Elsterwerda, Brandenburg
1998 – 2000 „BRANDENBURG“ diverse Einzelausstellungen und Projekte in Brandenburg
Ausstellungsbeteiligungen:
2007 „QIAO“ Guangzhou/China http://www.kerbachklasse-qiao.de/
2006 „4th INTERNATIONAL STUDENT TRIENNIAL ISTANBUL“ Marmara University – Faculty of Fine Arts, Istanbul/Türkei
2005 „AUSTAUSCH MIT POLNISCHEN KÜNSTLERN“ Muzeum Ziemi Krajeñskiej, Naklo nad Notecia/Polen
2005 „DIPLOMAUSSTELLUNG“ Pentagon, HfBK Dresden
2005 „NIEMANDSLAND – NO MAN’S LAND“ Motorenhalle – Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden
2004 Ausstellung mit Studenten der Studienstiftung des deutschen Volkes, Görlitz
2004 „SCHULE DER MALEREI“, Karmelitenkirche München, kuratiert von Sean Scully (Katalog)
2003 “GIBT ES EINE KUNST JENSEITS DES BILDES?” HfBK Dresden
2003 „KOPFARBEIT“ Brotfabrik Berlin
2002 „JUNG UND GESUND“ Dresden
Projekte:
Vorstandsmitglied im Verein "Einfach Kind sein" e.V. Der Verein ist eine Gründungsinitiative für alternative Bildungsprojekte.
http://www.einfach-kind-sein.de/
Publikationen:
2007 Judith Borowski : „Gut gemalt - Nichts für harmonische Vorzimmer“, Financial Times Deutschland, 05.-07.01.2007
2006 Newsletter – Text zur Ausstellung Matthias Haase: Diesel- Malerei & neue Medien, 26.08 – 14.10.2006, Hrsg.: Artbuero Berlin Ltd.
2005 Diplomkatalog, Hrsg.: HfBK Dresden
2004 Herausgabe des Katalogs „BLAUPUMPE“; Hrsg.: Dr. Josef Spiegel, Künstlerdorf Schöppingen mit dem Landkreis Borken/NRW. Verlag: Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
2004 Junge Kunst im Diözesanmuseum – Schule der Malerei. Studenten der Klasse Sean Scully und Studenten der HfBK Dresden, Ausstellungskatalog (mit Farbabb.), Hrsg.: Diözesanmuseum Freising
2003 Westmünsterland – Jahrbuch des Kreises Borken 2003: „Förderpreis 2003 für Malerei“ (mit Farbabb.), von Elvira Meisel-Kemper und Heinz Kock, Hrsg.: Landkreis Borken
1999/2000 Herausgabe des Kalenders „Sehenswürdiges Zweitausend“ mit 13 s/w Abbildungen von Matthias Haase und einem Text von Tilo Burghardt, Hrsg.: Matthias Haase, Tilo Burghardt
Kontakt:
E-Mail:
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Verweislinks:
http://www.matthiashaase.com/
http://www.kunstknall.de/pages/MatthiasHaase
http://www.artbueroberlin.de/artists/matthias_haase/works/
http://www.textually.org/textually/archives/2005/08/009432.htm
http://openpr.de/news/99517/Rundgang-Kunst-in-Leipzig-endet-mit-SMS-Installation.html
http://openpr.de/news/70297/SMS-Beamer-Skulptur-Das-ist-kalte-Kunst.html
Malerei und Neue Medien:
Aus seiner anfangs figurativen Malerei entwickelt Matthias Haase seit 2005 eine neue Ausdrucksweise. Die großen Formate erlauben ihm einen brutartigen, geladenen und groben Umgang mit dem Material Farbe mit Pinsel und Spachtel. Freie Formen sowie informelle, tachistische Züge bieten Raum für viele Assoziationen. Trotz Sperrigkeit und Herausforderung hinterlassen seine Bilder Spuren beim Betrachter. Beeindruckend ist, dass Matthias Haase eine eigenwillige Sprache gefunden hat und sich innerhalb der Malerei eine eigenständige Position erarbeitet.
„Diesel“ heißen sechs großformatige aktuelle Bilder. Der Begriff verweist auf ein weites Assoziationsfeld: Diesel ist öliger Treibstoff und erinnert an Tankstellen wo Autos und LKWs heranfahren um aufzutanken und weiter zu fahren, an Straßenverkehr, Transit, den städtischen Lebensraum, Autobahn, Geschwindigkeit, Energie, Kraft, Motor, Technisierung, Globalisierung, Dreck, Verschmutzung, intensiven Geruch und vieles mehr. Zähfließende Offsetdruckfarbe, mit der Matthias Haase experimentiert, öffnet ihm ein Arbeitsfeld für eine rohe und sperrige Malerei.
Neben der Malerei realisiert er seit 2003 medienübergreifende Projekte, um seine Wirklichkeit aus verschiedenen Blickwinkeln kennen zu lernen. Sein Wirkungsfeld beschränkt sich nicht mehr auf den Bereich der Malerei. Matthias Haase: "Ein 'aufgeklapptes Wirkungsfeld' ist notwendig um ein Bild der modernen Wirklichkeit zu abstrahieren. Die Welt der Malerei gehört ebenso zu mir wie die Aspekte des Alltags. - Ich bin unruhig und hin- und her gerissen zwischen Welt-Vernetzung und dem Bedürfnis nach Individualität."
Beschreibung:
Grundlage des interaktiven Objektes „Der Bote“ ist ein aus Stahl gefertigter Tisch mit Projektionsfläche,Projektor und einem Rechner mit angeschlossenem GSM Modul zum Empfangen von Textnachrichten (SMS). Zusammen mit einer handelsüblichen SIM Karte und der entsprechenden Software ermöglichte die
Installation eine Kommunikation via SMS im Kontext einer Kunstausstellung. Besucher können mit ihremeigenen Mobiltelefon Kurznachrichten an die eingeblendete Telefonnummer senden, die kurze Zeit später auf der Projektionsfläche des Tisches erscheinen. Daraufhin versendet das System eine Antwort-SMS an den Besucher mit einem kurzen Text des Autors und Informationen zu Titel und Ort der Ausstellung.
Resümee Diplomausstellung 2005:
Internationale Blogs wie textually.org und engadget.com berichteten während der Diplomausstellung unter Angabe der Telefonnummer der Skulptur über das Projekt „Der Bote“. Dadurch beteiligten sich neben den anwesenden Besuchern auch ferngebliebene Nachrichtenschreiber mit eigenen SMS aus dem In- und Ausland. Von insgesamt 158 Nachrichten war ein Drittel internationalen Ursprungs. Die größte ausländische Beteiligung wiesen die USA, Großbritannien und Schweden auf. Russische Nachrichtenmeldungen initiierten die ebenfalls eingegangenen kyrillischen SMS. Die weiteren Herkunftsländer waren: Australien, Norwegen, Belgien, Südafrika, Polen, Bosnien, Neuseeland und Kenia beteiligten sich mit Kommentaren zur SMS Beamer Skulptur. Viele Nachrichten enthielten Grüße wie zum Beispiel „Greetings to everyone from a cold and cloudy Nairobi, in Kenya! I hope the exhibition has been enjoyable. :-) Jonathan“, oder auch „Hi there from London UK. Hope your enjoying your time in the art gallery. Be good and have fun. :)“. Manche SMS „klärten“ auch die Frage, was Kunst sei. So schrieb ein amerikanischer Teilnehmer: „Art is about emotion, this is cold.“
Die wesentlichen Aspekte der Arbeit “Der Bote”:
Aspekte der Kontextverschiebung – ein SMS Kommunikationssystem aus dem Partyumfeld herausgelöst und im Ausstellungskontext präsentiert; Dadaistische Aspekte der SMS-Sprache; Aspekte des Ready Mades und des Objet Trouvet – versendete Textnachrichten unmittelbar genommen und zur Schau gestellt; Aspekte der Interaktion und der Kommunikation als Versuchsaufbau in Form eines Tisches (Kommunikationsplattform) – soziale Plastik; Aspekte eines „aufgeklappten Wirkungsfeldes“; Aspekte meiner Umwelt, meines Alltages.
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