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Das ist der Skandal - Tom Kummer hat Interviews gefaket, das heißt er hat Interviews geschrieben, die nicht stattgefunden haben. Trotzdem sind die gedruckt und gelesen worden - weil sie interessanter waren als die wahren vorgestanzten Frage- und Antwort-Spiele. Irgendwann ist die ganze Choose aufgeflogen, die renommierten Blätter trennten sich von Kummer. Dumm gelaufen! Es ist halt etwas anderes, wenn das amerikanische Außenministerium Satellitenfotos veröffentlich auf denen harmlose Lastwagen zu fahrbaren Giftgaslabors erklärt werden. Schließlich ging es dabei um Krieg und um das Leben von Zehntausenden, die inzwischen zu Opfern dieser Manipulation geworden sind. Also, der Vergleich hinkt, weil es in dem einen Fall ja um Freiheit und Demokratie ging, in dem anderen aber um die wissentliche Täuschung von Lesern, die sich sonst ja immer auf den Wahrheitsgehalt der Beiträge in Zeitungen und Magazinen verlassen können. Nun hat Kummer das Wort, der erklärt , dass es einmal eine Zeit gab, in der ich wie ein gsnz mormaler Journalist operiert und recherchiert habe." Aber gerade dieser verdammt Krieg und ein Aufenthalt in Bagdad (oder hat es den vuielleicht gar nicht gegeben - wäre nun auch egal) haben mit zu einer Entwicklung beigetragen, bei der Kummer "jeden Halt" verloren haben muss. Oder war es doch Pamela Anderson, die mit einem dieser in der Showbranche schwachsinnigen Pressekonferenzen begleitet von Managern und Muskelprotzen nichts oder besser nur Schwachsinn von sich gab? Was Tom Kummer zu berichten wusste war dagegen witzig, unterhaltsam, lesenswert. Tom flog auf, wie auch der Kollege, der Fernsehbeiträge zu offensichtlich erfunden, arrangiert und an TV - Magazine verhökert hatte. Nun gibt es seine, Tom Kummers Geschichte als Buch. Wie es dazu kam oder wie Tom Kummer dazu wurde, was er ist. Das zu lesen macht Spaß, weil wir ja ganz genau wissen, das in Zeitungen, in Funk und Fernsehen nichts manipuliert wird! Ist doch klar. Und weil wir ja auch wissen, Tom Kummer ist ja gar nicht Tom Kummer. Aber er schreibt weiter. Gerade hat er ein großes Interview mit dem Knuddel-Eisbär-Knut geführt, ein lange Gespräch gegen das der große Knut in einem Jahr, dann auf Hinterpfoten zweieinhalb Meter groß, nachträglich Protest einlegen könnte. Sicher ist nur: Kummer macht Spaß.
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