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Ulrich Beck: Weltrisikogesellschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Müller   
Montag, 9. April 2007

Wir leben in einer Weltrisikogesellschaft - so die lapidare Feststellung des Münchner Soziologen Ulrich Beck, der bereits in der Vergangenheit mit seinen Büchern über die Menschen in einem neuen globalen Zeitalter international für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Beck gibt uns einen Einblick darüber, wie rasend schnell und doch kaum wahrgenommen sich unser Leben verändert hat und weiter verändern wird. Bereits in der Einführung sind seine Analysen erschreckend. Die Botschaften heißen Al Kaida, Finanzkrisen mit weltweiter Vernichtung von Arbeitsplätzen und Existenzgrundlagen und Klimakatastrophe, mehr noch, sie haben nach Auffassung des Autors die Sprengkraft von Kriegen, würden politisch genutzt und verdrängten im Namen der vermeintlichen Notwendigkeit von Sicherheit Werte wie Freiheit und Gleichheit. Beck konfrontiert uns aber er zeigt dabei gleichzeitig das Potential globaler Chancen. So habe der Klimareport des einstigen Weltbankchefs Nicholas Stern die Problematik weltwirtschaftlich und politisch handlungsfähig gemacht. Ein anderes Beispiel sind die Folgen von Naturkatastrophen , die , an den Beispielen der Überflutung von New Orleans und des Tsunami in Südostasien durch die neuen Wege der Kommunikation allen Menschen auf der Welt deutlich gemacht habe, daß die Mehrzahl der Opfer die Armen sind und sich daraus, wenn auch nur punktuell und kurzzeitig, eine große internationale Solidarität ergeben habe. Becks Buch ist keine einfache aber eine außerordentlich bedeutsame Lektüre, die aller Aufmerksamkeit verdient !

 

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 11. April 2007 )
 
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