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Ariadne von Schirachs Tanz um die Lust |
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Geschrieben von administrator
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Dienstag, 27. März 2007 |
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Es gibt Bücher, die die Welt nicht braucht. Aber sex sells – und das gilt auch für das neue Buch von Ariadne von Schirach, in dem es genau darum geht, und um die so genannte „Pornographisierung der Gesellschaft“. Das Medieninteresse ist groß – sicher nicht nur angesichts der anzüglichen Thematik, sondern auch, weil es sich bei der Autorin um die Enkelin Reichsjugendführers Baldur von Schirach handelt. Sowas erregt automatisch Aufsehen.
Liest man die ersten Zeilen des in der Ich-Form erzählten Romans glaubt man kaum, dass die Autorin erst 28 Jahre alt ist. Aber bringt eine 28-jährige tatsächlich genügend (Lebens-)Erfahrung mitbringt, um erotische Strategien zu analysieren und moderne Formen der Jagd nach Sex zu beschreiben? Das verwendete Vokabular allerdings lässt eher an die pubertierenden Phantasien einer Fünfzehnjährigen denken. Ariadne von Schirach schreibt derb pornographisch gegen die überall anwesende Pornographie an. Sie provoziert, ganz bewusst, und meistens nervt das. Man kommt nicht umhin sich zu fragen, was das Ganze eigentlich soll. Die Autorin stellt letztlich die These auf, dass der einzige Ausweg aus unserer zunehmend sexualisierten Gesellschaft die wahre Liebe ist. Aha. Aber mal ehrlich: dass Pornographie und käuflicher Sex wenig mit wahrer Liebe zu tun haben wussten wir schon vorher. Nun wissen wir noch dazu, dass Frau von Schirach auf die wahre Liebe wohl noch wartet.
Ariadne von Schirach: „Der Tanz um die Lust“. Goldmann Verlag.
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 22. November 2007 )
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