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Historisches Grünes Gewölbe |
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Geschrieben von Kulturinfo-Team
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Montag, 8. Januar 2007 |
Ein kurzes Surren und schon öffnet sich die Glastür der „Staubschleuse“ zum Augusteischen Gesamtkunstwerk im Residenz-Schloss zu Dresden. Schaubfrei, zum Schutze der Kunstwerke, hat man nun Zugang zum restaurierten Historischen Grünen Gewölbe. Acht Säle und „Kammern“ sind seit der kriegerischen Zerstörung 1945 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Zunächst zeigt sich das Bernsteinkabinett, die größte Bernsteinsammlung nach dem verschollenen Bernsteinzimmer. Wie der Name schon verrät, sind im folgenden Elfenbeinzimmer unzählige Exponate aus dem weißen Gold ausgestellt. Nach dem Weißsilberzimmer, Aufbewahrungsort für Hof- und Tafelsilber, gelangt man in das silbervergoldete Zimmer. Der Pretiosensaal, Zentrum und Namensgeber des Grünen Gewölbes, ist fast vollkommen verspiegelt. Hinter den verglasten Pfeilern befinden sich die Renaissance-Säulen, deren kupfer-grüne Farbe Parte für einen Teil des Namens stand. Der damalige Reichtum von August dem Starken ist kaum zu übersehen. Glaubt man den einen Saal voll Prunk und Schönheit nicht mehr ertragen zu können, fesselt bereits der nächste. Wappen- Juwelen- und zuletzt das Bronzezimmer bilden den prunkvollen Abschluss des Rundgangs.
Diese einzigartige Sammlung von der Renaissance bis zum Klassizismus des sächsischen Kurfürsten fasst über 4.000 Kunstwerke. Einzigartig, bizarr, ausgefallen mussten die Stücke sein, um August dem Starken und seinem ebenfalls kunstsinnigen Sohn August II zu gefallen und sie letztendlich in das grüne Gewölbe zu stecken.
Im 16. Jahrhundert fungierte das Grüne Gewölbe als sicherer Aufbewahrungsort für Kunstschätze und wichtige Dokumente. August der Starke modulierte die bestehende Kammer in Barocker Bauweise um, und machte sie für Besucher zugänglich. Damit blieb das Grüne Gewölbe bis ins 20. Jahrhundert weites gehend unverändert. Einem Wunder ist es zu verdanken, dass trotz des Sturmfeuers auf Dresden im Jahre 1945 und dem Abtransport als Kriegsbeute durch die Rote Armee die Sammlung unversehrt erhalten blieb. Erst 1958 gelangten die Kunstwerke nach Deutschland zurück. Schon zu DDR-Zeiten begann die aufwendige Restaurierung des Residenz-Schlosses. 2004 eröffnete bereits die Ausstellung das „Neue Grüne Gewölbe“ seine Türen für die Öffentlichkeit. Heute, zwei Jahre später sind das „Neue Grüne Gewölbe“ und das restaurierte „Historische Grüne Gewölbe“ im Residenz Schloss vereint und bilden zusammen die umfangreichste Kleinodiensammlung Europas. Der Zutritt zur Schatzkammer war schon unter August dem Starken nur wenigen vorbehalten. Heute dürfen im Stundentakt 100 Besucher das Grüne Gewölbe betreten. Die Tickets sind bereits bis Juli 2007 ausverkauft.
www.skd-dresden.de
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Januar 2007 )
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