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Geschrieben von Deutscher Michel
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Montag, 26. März 2007 |
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Eine beleidigte Leberwurst ist – mal salopp und verdreht gesprochen – ein Waisenknabe gegen Günter Grass. Mal abgesehen davon, dass die Leberwurst, warum auch immer, weiblich ist. Der Grass, immerhin der Blechtrommler und Butt-Erfinder und Nobelpreisträger ist stinkesauer. Das sagt er nicht nur, das hat er nun auch geschrieben und gezeichnet: der dumme August. Er ist sauer auf das ganze Geschmeiß der Literaturkritiker und Vernichter und das vereinte Gesindel von den Zeitungen, die ihm doch allen Ernstes vorgeworfen haben, dass er ein halbes Jahrhundert über seine SS-Vergangenheit geschwiegen und sich stattdessen zur moralischen Instanz erhoben habe. Ja gibt es denn das? Haben diese ganzen Leute um Herrn Schirrmacher jetzt gegen das Denkmal des Denkers , Politikeinmischers, Mitreders, großen Dichter und großen Grafikers gepinkelt? Wer Grass liebt, liebt ihn, so wie er ist. Punkt. Schließlich ist er nicht der letzte in diesem Lande, der mit dem Verschweigen sein Leben gefristet hat und noch immer fristet. Sein schwachsinnig, altersseniles überhebliches Buch muss man deshalb noch lange nicht erwerben. Dass der Verlag diesen Schmarren veröffentlicht hat, spricht allein für sein merkantiles Interesse.
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