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Eva Goris: Unser kläglich Brot - Gute Ernährung kommt nicht aus der Tüte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Müller   
Dienstag, 6. März 2007
Wer dieses Buch gelesen hat, den überkommt die kalte Wut. Er begreift, daß er Opfer einer menschenunwürdigen Ernährungsindustrie und einer von Lobpyisten verdorbenen Politik  geworden ist - und Mitschuldiger.  Der Verbraucherschutz, den es angeblich geben soll, ist angesichts der Kaltblütigkeit, mit der wir Kosumenten getäuscht, betrogen und vergiftet werden, eine Farce. Eva Goris lehrt alle, die bisher ohne Bedenken zugegriffen haben, das Fürchten und sie zeigt uns, daß es an uns, den Konsumenten ist, diesen geduldeten und mit verschuldeten Skandal zu beenden. Wer nach Billigprodukten greif ist - so Wolfram Siebeck in der Zeit in seiner Besprechung zu diesem Buch - verantwortlich für die Quälerei von Schweinen, Hühnern, Enten und Puten in den Massenvernichtungs-Anstalten. Wer weiß schon, daß durch Gifte, die bei Obst und Gemüse eingesetzt werden, jährlich 28 000 Menschen, vorwiegend in Entwicklungsländern sterben und wer weiß schon wiviel Gift unser Körper täglich aufnimmt. Haben wir eine Ahnung davon, wie viele Pflanzen - und Tierarten vom Aussterben bedroht oder schon verschwunden sind ? Unser kläglich Brot - das sind die Teigwaren aus einer industriellen Pampefabrik, unser täglicher Billigkäse ist geschmacklose Gummiware ! Es gibt Hoffnung - auch als Folge der Lebensmittelskandale werden immer mehr Qualitäts - Nahrungsmittel  gekauft, Bio ist Mode geworden und auf den Wochenmärkten wird nach erstklassiger Ware gefragt. Bio nur für Reiche ? Diesem Irrtum begegnen mittlerweile Biobauern ebenso Lebensmittelketten mit guten Angeboten und wie Slowfood - die Organisation für bewusstes Essen mit hunderten Restaurants im Zeichen der Schnecke und vielen tausend Mitgliedern : Wer saisonal und überlegt kauft, wer nicht jeden Tag Billigfleisch auf dem Tisch haben muss, kann auch gesund und günstig einkaufen. Alle gemeinsam aber sollten die Lebensmittel-Massen-Industrie mit ihrem  Essensdreck und Fastfood boykottieren. Und möglichst viele sollten dieses Buch als tägliche Mahnung lesen.
Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 8. März 2007 )
 
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