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Lothar Zagrosek PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kulturinfo-Team   
Dienstag, 20. Februar 2007

Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Lothar Zagrosek als Mitglied der Regensburger Domspatzen. In den Jahren 1962 bis 1967 studierte er Dirigieren bei Hans Swarowsky, Istvàn Kertész, Bruno Maderna und Herbert von Karajan. 
 
Nach Stationen als Generalmusikdirektor in Solingen und in Krefeld-Mönchengladbach wurde Zagrosek 1982 Chefdirigent des Österreichischen Radiosinfonieorchesters in Wien. Diesem Engagement folgten drei Jahre als Directeur musicale der Grand Operá de Paris sowie als Chief Guest Conductor des BBC Symphony Orchestra in London. Von 1990 bis 1992 wirkte Lothar Zagrosek als Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Seit 1995 ist er als Erster Gastdirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie verbunden. Von 1997 bis 2006 war Lothar Zagrosek Generalmusikdirektor der Württembergischen Staatsoper Stuttgart. Seine Arbeit an diesem Haus wurde er in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Opernwelt" 1997 und 1999 mit der Auszeichnung "Dirigent des Jahres" gewürdigt. Die Staatsoper Stuttgart wurde während seiner Amtszeit fünf Mal zum Opernhaus des Jahres gewählt. 2005 wurde die von ihm geleitete Produktion von Busonis Doktor Faust als "Aufführung des Jahres" ausgezeichnet. 
 
Mit der Saison 2006/2007 übernimmt Lothar Zagrosek die Leitung des Konzerthausorchesters Berlin (vormals Berliner Sinfonieorchester). 
 
Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent, die ihn u. a. an die Staatsopern Wien und Hamburg, die Deutsche Oper Berlin, das Théâtre de la Monnaie Brüssel, das Royal Opera House Covent Garden in London und zum Glyndebourne Festival führte, dirigierte Lothar Zagrosek bedeutende Orchester des In- und Auslandes, darunter die Berliner und Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, alle großen deutschen Rundfunk-Sinfonieorchester, die Wiener Symphoniker, das Orchestra dell'Accademia di Santa Cecilia, das Orchestre National de France, London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Symphonique de Montreal und das NHK Symphony Orchestra Tokyo. Er war Gast bei den Wiener und Berliner Festwochen, den London Proms und den Münchner Opernfestspielen. Regelmäßig ist er auf den Festivals für zeitgenössische Musik in Donaueschingen, Berlin, Brüssel und Paris vertreten. Wiederholt wurde Zagrosek zu den Salzburger Festspielen eingeladen, wo er zuletzt im August 2005 zeitgenössische Werke dirigierte. 
 
Aus der umfangreichen Diskographie Lothar Zagroseks sind vor allem Al Gran Sole Carico D'Amore von Luigi Nono und Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern,  Dantons Tod von Gottfried von Einem, Olivier Messiaens Saint François d’Assise (mit Dietrich Fischer-Dieskau) und Werke von Paul Hindemith für Chor und Orchester hervorzuheben ebenso wie seine Aufnahmen im Rahmen der Decca-Edition "Entartete Musik", darunter Jonny spielt auf von Ernst Krenek, Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis, Hanns Eislers Deutsche Sinfonie (alle mit dem Gewandhausorchester Leipzig), Der Gewaltige Hahnrei von Berthold Goldschmidt, Die Vögel von Walter Braunfels sowie die Verlobung im Traume von Hans Krasa. Mehrere seiner Einspielungen haben bedeutende Preise wie den "Grand Prix du Disque", "Cannes Classical Award" und den Deutschen Schallplattenpreis gewonnen oder wurden für den "Grammy" nominiert. 
 
Im März 2006 wurde Lothar Zagrosek mit dem Hessischen Kulturpreis ausgezeichnet. 

Quelle: KünstlerSekretariat am Gasteig

 
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