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Hoffmanns Erzählungen in der Komischen Oper PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Bub   
Sonntag, 11. Februar 2007

Die verzweifelte lebenslange Suche eines Dichters nach der großen Liebe, eine Suche, die unerfüllt bleibt, ein Leben, das in Resignation, Verzweiflung und im Alkohol endet. Jaques Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" gehört mit seinen bekannten Melodien zum immer wieder gern gespielten Repertoire auf deutschen Opernbühnen. Jetzt ist die traurige Geschichte am Ort des Geschehens neu inszeniert worden, nicht weit vom Gendarmenmarkt, an dem Hoffmann manche Nacht bei "Lutter und Wegener" zugebracht hat. In der Komischen Oper gibt es unter der Regie von Thilo Reinhardt eine bemerkenswerte, sehenswerte und hörenswerte Interpretation. Wir erleben die Geschichte, die mit einem Umtrunk im Restaurant beginnt und mit der Volltrunkenheit Hoffmanns endet. Dieses Restaurant in tiefen Rottönen eines verwandelbaren Einheitsraumes wird später zum Empfangssalon, zur Hotelsuite und zum Nachtclub. Hier begegnet Hoffmann den Frauen seines Lebens: der mechanischen Puppe Olympia, die an aufgetakelte kalt sterile Frauen auf den Catwalks und bei Events und Promishows mit den schönheitsoperierten reichen Damen erinnert, Antonia, der TBC-kranken Sängerin und der Edelkurtisane Giulietta. Immer an seiner Seite seine Muse - die hier - eine Erfindung Reinhards -zwei Figuren, auch den Diener der Binnenakte vereint zu einer liebenden und eifersüchtigen Frau , die ihn immer wieder verrgeblich zu bewahren versucht und der er schließlich am Ende folgt. "Hoffmanns Erzählungen" bieten einen spannungsreichen opulenten Abend, mit einem sängerisch und spielerisch attraktivem Ensemble und einem Orchester, das unter Kimbo Ishii-Eto den Genuß vollendet. Viel Beifall und Bravo!

Letzte Aktualisierung ( Montag, 12. Februar 2007 )
 
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