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The Queen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Natascha Bub   
Dienstag, 30. Januar 2007
Ausgerechnet der linke Stephen Frears, nimmt sich der Geschichte der Queen an, mit einer frisch geadelten Helen Mirren, in der Rolle ihres Lebens. Es heisst, die echte Queen sei amused gewesen und habe die gesammte Filmcrew um Steven Frears in den Palast zum Mittagessen geladen und das stellt man sich ebenso spannend vor, wie diesen köstlichen Film mit der grandiosen Helen Mirren. Schon nach wenigen Filmsekunden ist man gefangen und entzückt von der Kunst dieser Schauspielerin, wie vom Blick hinter die Kulissen der Monarchie. Und wünscht sich, dass die echte Queen genau so selbstironisch und voller Witz ist, wie ihre Darstellerin.In dieser subtil pointierten Komödie geht es aber auch darum, zu zeigen, wie die starren Regeln einer Jahrhunderte alten Monarchie und ihre Beständigkeit mit der Hysterie des Medienzeitalters, in der die verunglückte Prinzessin eilends zur heiligen "Peoples Princess" gekürt wird, zusammenprallen. Nach Dianas Tod verlangt die Masse von der Königin öffentliche Trauer, sie soll mitspielen im grossen Zirkus der Gefühle und es gelingt Mirren wunderbar, zu zeigen, wie die Queen zerrissen wird zwischen Verunsicherung und Würde, vom Protokoll verschütteter Menschlichkeit und Pflichtbewusstsein. Sehenswert sind auch Tony Blairs erstaunliche Wandlungen und natürlich die anderen weltfremden Royals: der hilflose Prinzgemahl, der wie ein Schuljunge versucht, sich freizukämpfen, der etwas trottelige Mann an der Seite der Queen, der überzeugt ist, frische Luft heile jedes Leiden, sowie die zickige Cherie Blair, die ihrem Mann den letzten Nerv tötet.
Liebevoll, bissig und amüsant, mit einem Wort: "british".
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 30. Januar 2007 )
 
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