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Gartenzwergmanufaktur Thüringen |
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Geschrieben von Angelika Pickardt
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Freitag, 26. Januar 2007 |

Wer hätte das gedacht – schon 125 Jahre hat der deutsche Gartenzwerg auf dem Buckel. Bis heute tummeln sich in deutschen Haushalten rund 25 Millionen der bunt bemalten Wichte aus Ton in allerlei Variationen. Und noch immer ist der Gartenzwerg ein beliebtes Mitbringsel für Touristen aus dem Ausland, verkörpert er doch den Inbegriff deutscher Tugenden wie Fleiß und Ordentlichkeit. Erfunden wurde er von Philipp Griebel in Gräfenroda, einem kleinen Ort am Rande des Thüringer Waldes, und avancierte von dort aus zum Verkaufs- und Exportschlager. Die Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel konnte sich letztlich als einzige Produktionsstätte gegen die Konkurrenz durch billige Plastikkopien aus Asien durchsetzen. Hier produziert seit 1990 Reinhard Griebel nach der Tradition seines Urgroßvaters. Neben dem „Zwergenstübchen“, wo die Figuren zum Verkauf angeboten werden, gibt es inzwischen auch ein eigenes Firmenmuseum, in dem man sich über die Geschichte des Gartenzwergs informieren kann. Interessant ist zum Beispiel, dass die Wichtel in der DDR als Verkörperung des bürgerlichen Klassenfeindes galten und daher für den Verkauf im eigenen Land verboten wurden.
Jetzt gibt es sie wieder in vielen Varianten – traditionell, als politische Zwerge oder auch nackt. Bewundern kann man sie im Trusetal nahe Gräfenroda – rund 2000 Zwerge stehen hier in einer großen Parkanlage sowie im zugehörigen Museum, wo man auch den ältesten, den größten und den kleinsten je hergestellten Gartenzwerg finden kann.
Adressen:
Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel
Ohrdruferstrasse 1
99330 Gräfenroda
Zwergen-Park Trusetal
Brotterroder Str. 55
98596 Trusetal
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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 26. Januar 2007 )
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