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Rund 50 Opern und 20 Ballettwerke bietet das Repertoire jeder Spielzeit, die von 1. September bis 30. Juni läuft. Entscheidend ist aber nicht der (von keinem Opernhaus der Welt erreichte) Superlativ, sondern die Abwechslung auf höchstem Niveau, die an diesem Haus geboten wird. Ein künstlerischer Eckpfeiler dieses Opernhauses ist ein fest engagiertes Sängerensemble, das stets von internationalen Gastsängern ergänzt wird. So waren zahlreiche Weltstars ursprünglich Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper. Vor allem Direktor Ioan Holender entdeckte zahlreiche junge Sänger, wie Natalie Dessay, Barbara Frittoli, Angela Gheorghiu, Vesselina Kasarova, Angelika Kirchschlager, Andrea Rost, Michael Schade, Bo Skovhus, Bryn Terfel und Ramón Vargas für die Wiener Staatsoper und somit für die internationale Musikwelt.
Ein weiteres: das Wiener Staatsopernorchester, aus dessen Mitgliedern sich bekanntlich die Wiener Philharmoniker rekrutieren. In aller Unbescheidenheit: Es herrscht in Wien und auch anderswo kein Zweifel, daß dieser weltberühmte Klangkörper als das beste Opernorchester der Welt zu gelten hat. Hinter den Kulissen arbeiten über 250 Bedienstete des technischen Personals vom frühen Morgen bis in die Nacht am Zustandekommen der täglich wechselnden Vorstellungen.
Die Wiener Staatsoper ist der Inbegriff österreichischer Musiktradition und dadurch Symbol für diese relativ kleine, kulturell aber überproportional präsente Nation im allgemeinen. Dies wird nicht zuletzt durch die Staatsoperngastspiele bestätigt, die gleichsam das Format von Staatsbesuchen aufweisen. Das erste Auslandgastspiel (1947 nach Frankreich) veranlaßte einen Pariser Kritiker zu dem Satz: "Wie reich ist dieses arme Österreich!" Bei der Tournee nach Japan im Jahr 1994, insgesamt das vierte Gastspiel der Staatsoper, gelangten LE NOZZE DI FIGARO und BORIS GODUNOW unter Claudio Abbado, DER ROSENKAVALIER unter Carlos Kleiber sowie DIE FLEDERMAUS unter Ulf Schirmer in Tokio zur Aufführung.
Unter den zahlreichen Gastspielen der letzten zehn Jahre seien erwähnt: COSÌ FAN TUTTE unter Riccardo Muti in Ravenna im Juli 1996, JÉRUSALEM im Giuseppe Verdi-Jahr 2001 an der Mailänder Scala, zwei weitere Gastspiele nach Japan - im Herbst 2000 (mit ARIADNE AUF NAXOS - unter Giuseppe Sinopoli; DIE LUSTIGE WITWE - unter Jun Märkl; LINDA DI CHAMOUNIX - unter Bruno Campanella) und im Herbst 2004 (mit DON GIOVANNI bzw. LE NOZZE DI FIGARO unter der Leitung von Musikdirektor Seiji Ozawa) sowie Einladungen zu den Richard-Strauss-Festspielen in Garmisch-Partenkirchen, zum George Enescu Festival in Bukarest oder ins Herodes Atticus in Athen.
Premieren 2006/2007
- Otello
"Otello kann mit dem Frieden nichts anfangen. Daher läßt er sich auf Jagos Intrigen ein. Er glaubt, stärker zu sein. Mit dem Mord an Desdemona schaltet Otello dann die einzige Person aus, die ihm je offen widersprochen hat." (Christine Mielitz)
- Arabella
- Die Puppenfee / Platzkonzert
Der Zauber eines Feenspektakels und der sprühende Charme einer Praterkomödie vermögen ein ganz junges Publikum ebenso zu begeistern wie Erwachsenengenerationen.
- Manon
- La Fille du régiment
- Boris Godunow
Aktueller Spielplan und weitere Informationen: www.wiener-staatsoper.at
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