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"Chanson d'Amour" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kulturinfo-Team   
Sonntag, 21. Januar 2007
Gérard Dépardieu als alternder Chansonnier in der französischen Provinz - ein Fünfzigjähriger, der sich als französischer Schnulzensänger einfühlsam in die Herzen der Vierzig- bis Achtzigjährigen einschmeichelt, der mit Band oder als Alleinunterhalter bei Tanzabenden, Kaffeenachmittagen und in Altersheimem auftritt. Dass der Schauspieler, Winzer und Restaurantbesitzer, der meint, eigentlich müsse der Mensch mehrere Leben gleichzeitig führen, auch selbst singt, muss uns nicht wundern und wohl auch nicht, dass er ein anrührender Koloss ist, ein verletzliches Zentralmassiv, der seine ihm zugedachte Rolle annimmt und sich darin wohlfühlt. Die Liebesgeschichte zu einer jüngeren verletzten und verletzlich spröden Frau mit einem kleinen Jungen wird dabei auf eine so behutsame anrührende Geschichte erzählt, wie das nur französische Filmemacher beherrschen. Diese Cécile de France in der Rolle einer blonden schlanken Maklerin, ist eine Frau zum Verlieben, die gewiss jeden haben könnte. Es ist am Ende dieser Provinzcharmeur, der sich und seine kleine Kunst ernst nimmt. Er ist hier in der Auvergne zu Hause, beliebt und prominent. Es heißt , Gérard Dépardieu könne spielen, was er wolle, es sei immer eine Freude ihm im Kino zu begegnen, egal ob er einen Haudegen oder Asterix darstellt - der mächtige Franzose ist auch in eher mittelmäßigen Filmen sehenswert. Nach "Chanson d´Amour" möchten wir uns gleich in "Klärchens Ballhaus" zum Tanztee verabreden. Großes Vergnügen !
Letzte Aktualisierung ( Montag, 22. Januar 2007 )
 
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