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Lucia, Tosca und Boris Godunow im Opernhaus Halle |
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Geschrieben von Kulturinfo-Team
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Freitag, 12. Januar 2007 |
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Wer ärgerlicher und verfehlter Operninterpretationen wie der „Lustigen Witwe“ am Südpol oder der „Turandot“, die sich bei Doris Dörrie über zunächst über ein Handy bemerkbar macht und schließlich in einer Neubausiedlung endet, dem sei auch einmal ein Abend in der unentdeckten Provinz empfohlen, zum Beispiel im Opernhaus in Halle an der Saale. Hier werden drei Opern von beachtlichem Niveau gegeben: Boris Godunow, Tosca und „Lucia di Lammermoor“, die wir erlebt haben. Inszenierung , Bühnenbild und Kostüme sind von gefälliger Biederkeit. Musikalisch ist der Abend ein wirkliches Erlebnis. Eine fabelhafte Besetzung mit der Rumänien Romelia Lichtenstein , dem jungen Mexikaner Hector Sandoval als Edgardo mit seinem Debüt in Halle , der am Beginn einer beachtlichen Karriere steht, dem italienischen Bariton Giuseppe Garra, auch er zum ersten Mal in Halle und dem südkoreanischen Bass Ki-Hyuan Park Das Haus an der Saale beweist damit ein gutes Gespür für Besetzungen, die an wichtigen Musiktheatern in Deutschland gastieren und schon international gefragt sind. Das Orchester unter Pavel Baleff musizierte dazu frisch und einfühlsam. Eine Entdeckungsreise nach Halle, eine Stadt, die neben der Oper vieles anderes zu bieten hat – Händelhaus und Marktkirche, Giebichenstein und Konzerthaus. Bei Opernkarten zum Höchstpreis von 28 Euro kann man sich im Vergleich mit Berlin oder München so auch die Übernachtung leisten.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Januar 2007 )
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