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Spätes Geständnis PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Bub   
Donnerstag, 9. Februar 2012

Ein Roman über 'Sinnlosigkeit, Elend, Schmutz, Verzweiflung und Entsetzen des Krieg, verbotene Liebe zwischen zwei Soldaten, Verweigerung  und die konsequente Entscheidung eines Verratenen.  John Boynes Geschichte über "Das späte Geständnis des Tristan Sadler" handelt von einer großen Schuld in Zeiten der Entmenschlichung.  Ein 25jähriger macht sich im September 1919 von London aus auf den Weg nach Norwich, um dort die Schwester seines toten Freundes zu treffen und die Briefe, die sie Will an die Front geschickt hat, zu übergeben. Ihr Bruder ist tot - aber er ist nicht von den Kugeln des Feindes sondern eines Erschießungskommandos getroffen worden. Es war eine Schande für die ganze Familie.
John Boyne beschreibt auf subtile Weise eine verhängnisvolle Freundschaft in einer Zeit des Tötens und der Erniedrigung. Will und Tristan geben sich ein wenig Halt und Wärme. Doch sie fühlen sich in ihrer verbotenen Liebe schuldig und schmutzig. Aus Zuneigung wird Hass, aus Hass wird Tristan zum Feigling, der damit Will der Willkür und dem Tod ausliefert. Diese Schuld begleitet Tristan sein ganzes Leben - sein Geständnis wird erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Der Leser nimmt fasziniert Anteil am Schicksal von zwei jungen Männern, deren Leben durch den Krieg zerrissen wurde. Ein bemerkenswerter ergreifender Roman.  

 
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