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Geschrieben von Dieter Bub
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Montag, 6. Februar 2012 |
Ein großer Abend der Klage, Trauer und am Ende der Hoffnung. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit einem faszinierend bedrückenden Schostakowitsch-Abend, mit zwei großen Interpreten: Vassily Sinaisky, dem Chefdirigenten und Musikdirektor des Moskauer Bolschoi-Theaters und dem Cellisten Johannes Moser. Seine Interpretation des Cello-Konzerts war von ungeheurer Expressivität: besessen, verzweifelt, zerissen - dieser Solist lebt und erlebt die Musik, gibt sich ihr hin, läßt sich in der einzigartigen Kadenz in die Tiefen der Trauer und die Schrillheit der Aussichtslosigkeit mitnehmen. Dazu Schostakowitschs 8. - fünf Sätze, über eine Stunde, in der Entsetzen und der Wahnsinn von Gewalt, Tyrranei und Krieg sich auftürmen in den schrillen Triumph von Gemetzel und Sieg. Nach Trostlosigkeit und Klage schließlich doch Hoffnung? Das RSB bewältigt diese Aufgabe, nuaniert von Sinaisky geführt, zwischen Siegesgeschrei und Klage, faszinierend geschlossen und in den einzelnen Instrumentengruppen und Soloteilen excellent. Ein deutsches Spitzenorchester, dessen Musiker Begeisterung und Hingabe vermitteln.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 7. Februar 2012 )
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