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Das Festivalprogramm 2012 Neben neuen Werken bringt "Ultraschall" auch Klassiker der Avantgarde zur Aufführung. Freitag, 20. Januar 2012 20:00 Uhr Parochialkirche Ein gemischtes Doppel aus Vokal- und Instrumentalmusik. Mit der phänomenalen Geigerin Carolin Widmann und dem RIAS Kammerchor, der nach längerer Pause wieder bei Ultraschall zu Gast ist. Vor allem aber: die Exposition zweier thematischer Schwerpunkte des Festivals. Im ersten Teil: bisher unbekannte frühe Chorwerke und die Violinsonate des französischen Komponisten Jean Barraqué. Im zweiten Teil das erste von zwei großen Werken Claude Viviers, in denen die Interpreten auch szenisch agieren. Musik für das Ende - ein "metaphysisches Ritual", zwanzig Personen auf der Suche nach dem Sinn menschlichter Existenz wie auch auf dem Weg ins "ewige Schweigen". Carolin Widmann, Violine Rias Kammerchor Kammerensemble Neue Musik Berlin Leitung: Hans-Christoph Rademann Claude Vivier O Kosmos für gemischten Chor (1973) Jean Barraqué Ecce videmus Eum für gemischten Chor a cappella (1949) Uraufführung Jean Barraqué Sonate pour violon seul (1949) Jean Barraqué La nature s'est prise aux filets de la vie Kantate für Alt solo, vierstimmigen gemischten Chor, Flöte, Klarinette, Schlagzeug und Klavier (1949) Uraufführung José-María Sánchez Verdú Tres Interludios für Violine solo (2006) Pierre Boulez Anthèmes 1 für Violine Claude Vivier Musik für das Ende für 20 Stimmen und Schlagzeug (1971) Uraufführung Ein Konzert des RIAS Kammerchors in Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur. Sendung: Konzert, 20. Januar 2012, live Samstag, 21. Januar 2012 18:00 Uhr Radialsystem V Drei Jahre nach seinem Festival-Debüt ist das Quatuor Diotima wieder bei Ultraschall zu Gast. 62 Jahre nach seiner Entstehung erlebt das Streichquartett von Jean Barraqué seine Deutsche Erstaufführung, ein Werk, das den Komponisten auf dem Weg zum Serialismus zeigt. Diesem Werk gegenüber stehen drei Werke jüngerer Komponisten. Der junge Tscheche Miroslav Srnka erkundet in seinem Streichquartett die Bewegung im Klangraum und das Verhältnis einer individuellen Stimme zur Menge. Nach seinem Zyklus Liturgia fractal, dessen mehrfach preisgekrönte Studioproduktion als Koproduktion mit Deutschlandradio Kultur entstand, erweitert der spanische Komponist Alberto Posadas in einen neuen Zyklus für das Quatuor Diotima das Quartett zum Quintett. Oscar Bianchi überträgt seine spannungsgeladenen Klangerkundungen hingegen erstmals auf ein Streichquartett und schlägt zugleich die Brücke zur Aufführung seiner Kantate Matra am gleichen Abend. Quatuor Diotima: YunPeng Zhao, Violine Vanessa Szigeti, Violine Franck Chevalier, Viola Pierre Morlet, Violoncello Caroline Stein, Sopran Oscar Bianchi Adesso für Streichquartett (2011) Deutsche Erstaufführung - Kompositionsauftrag Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, hcmf Huddersfield, Deutschlandradio Kultur und Archipel Festival des Musiques d'aujourd'hui Genf Alberto Posadas La tentación de las sombras für Sopran und Streichquartett (2011) Deutsche Erstaufführung - Kompositionsauftrag Centro Nacional de Difusión Musica (CNDM) Madrid und Deutschlandradio Kultur Jean Barraqué Quatuor à cordes (1950) Deutsche Erstaufführung Miroslav Srnka Engrams für Streichquartett (2011) Sendung: Deutschlandradio Kultur, Konzert, 6. Februar, 20:03 (Bianchi) Konzert, 10. Februar, 20:03 (Barraqué) Neue Musik, 19. April, 0:05 (Posadas, Srnka) Samstag, 21. Januar 2012 21:00 Uhr Radialsystem V Die Wahrheit ist Ausdruck individueller Erfahrungen. Das ist die Botschaft des Vijnana-Bhairava Tantra. In seiner knapp einstündigen Kantate Matra verknüpft Oscar Bianchi, ehemaliger Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, eines der Hauptbücher der indischen religiösen Philosophie mit Auszügen aus dem apokryphen Evangelium der Maria Magdalena und aus dem bedeutendsten naturwissenschaftlichen Werk der Antike, ›De Rerum Natura‹ von Lukrez, zu einer "grundlegend gemeinsamen Botschaft ohne synkretistische Verschmelzung". Im ersten Teil des Konzerts: Ein farbenreiches Trio des Schweizers Michael Pelzel und ein Vokalwerk der Berliner Komponistin Sarah Nemtsov, die bei Ultraschall ebenfalls eine herausgehobene Rolle spielt. Susanne Fröhlich, Paetzold-Kontrabassblockflöte Rico Gubler, Tubax Matthias Ziegler, Flöten Ernesto Molinari, Klarinetten Jan Jachmann, Akkordeon Neue Vocalsolisten Collegium Novum Zürich Leitung: Jonathan Stockhammer Sarah Nemtsov Hoqueti für 6 Solo-Stimmen mit Zusatzinstrumenten (2011) Michael Pelzel blue and monochrome für Akkordeon, Saxophon und Klarinette (2009) Oscar Bianchi Matra Kantate für Vokalensemble, Instrumentalensemble, Trio concertante und Elektronik (2006/07) auf Texte aus dem Vijnana-Bhairava Tantra, dem Evangelium der Maria Magdalena und ›De Rerum Natura‹ von Lukrez In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Gefördert von Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung. Sendung: Konzert, 6. Februar 2012, 20:03 Uhr Sonntag, 22. Januar 2012 18:00 Uhr Radialsystem V Am Ende steht ein Klassiker der 1970er Jahre: Claude Viviers Love Songs, eine Hommage an die großen Liebespaare der Literatur und zugleich ein Stück voller Rätsel und Fragen, wie so oft bei diesem Komponisten. Zum teilweise ironischen Ton dieser Liebeslieder bildet der existenzielle Ton der drei anderen Werke einen scharfen Kontrast. Sei es die dichterische Glut Adolf Wöfflis, die Georges Aperghis in eine atemlos-virtuose Suada übersetzt. Sei es die depressive Erotik in Clemens Gadenstätters Weh. Oder die rasend schnellen Sirenengesänge bei Andreas Dohmen. Und wie viele der für die Neuen Vocalsolisten geschriebenen Werke, so tendieren auch diese zu einem Musiktheater ohne Szene. Neue Vocalsolisten: Sarah Sun, Sopran Susanne Leitz-Lorey, Sopran Truike van der Poel, Mezzosopran Martin Nagy, Tenor Guillermo Anzorena, Bariton Andreas Fischer, Bass Georges Aperghis Vitriool für 6 Stimmen (2006) (Text: Adolf Wölffli) Clemens Gadenstätter Weh für 6 Stimmen (2010) (Text: Lisa Spalt) Deutsche Erstaufführung Andreas Dohmen infra für 5 Stimmen (2008) (Text: Francesco Petrarca, Oskar Pastior) Claude Vivier Love Songs für 6 Stimmen (1978) (Text: Vergil, William Shakespeare, Novalis, Hermann Hesse u.a.) Sendung: Deutschlandradio Kultur, Konzert, 22. Januar 2012, 20:03 Uhr (Vivier) Neue Musik, 8. März 2012, 0:05 Uhr Sonntag, 22. Januar 2012 20:00 Uhr Radialsystem V ›Hierophanie‹: Der Religionswissenschaftler Mircea Eliade bezeichnete so das Aufscheinen des Heiligen im Profanen. Claude Viviers Ensemblewerk - entstanden im gleichen Jahr wie die vom RIAS Kammerchor uraufgeführte Musik für das Ende - beschäftigt sich mit Fragen der Transzendenz, mit dem "menschlichen Animus" und dem "Egoismus". Ein rätselhaftes Ritual jenseits von Logik und kompositorischer Stringenz, das wie das Chorstück szenisch-gestische Aktionen der Musiker im Raum verlangt. Mit Verrätselungen arbeitet auch der zypriotische Komponist Yannis Kyriakides - Preisträger des niederländischen Toonzetters-Wettbewerbs und Mitarbeiter am niederländischen Pavillon der Kunstbiennale in Venedig 2011. Der Titel seines Stücks bezieht sich auf Codes, die im 19. Jahrhundert zur Verschlüsselung von Telegrammen verwendet wurden. Er entfaltet daraus ein komplexes Beziehungsgeflecht zwischen Instrumenten, Elektronik und Video. Cora Burggraaf, Sopran musikFabrik HC Gilje, Video Yannis Kyriakides, Klangregie Claude Vivier Hiérophanie für Sopran und Ensemble (1971) Yannis Kyriakides The Queen is the Supreme Power of the Realm für Ensemble, Live-Elektronik und Video (2007) Sendung: Konzert, 22. Januar 2012, live Montag, 23. Januar 2012 20:00 Uhr Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal 210. Konzert Musik der Gegenwart Mit seinen 30 Stücken für 5 Orchester hat John Cage eine Revolution in der Orchestermusik ausgelöst: Keine der gewohnten Orchesterhierarchien oder Gruppen existieren mehr. Die Musiker spielen in ganz neuen Konstellationen zusammen und müssen aufeinander hören, damit aus den klaren Spielanweisungen und Notierungen des Komponisten Musik entsteht. Morton Feldman gibt ein Streichquartett in den Gesamtklang des Orchesters, um von dieser Keimzelle aus zu einer neuen gemeinsamen Ästhetik zu finden. Misato Mochizukis Geburtstagsständchen für das Philharmonische Orchester Tokyo reflektiert 100 Jahre Orchestergeschichte und schmilzt die Energien dieses Zeitraums zu einer zusammen. Pellegrini Quartett Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Leitung: Arturo Tamayo John Cage Thirty Pieces for Five Orchestras (1981) Misato Mochizuki Musubi für Orchester (2010) Morton Feldman String Quartet and Orchestra (1973) Sendung: Konzert, 2. Februar 2012, 20:03 Uhr Dienstag, 24. Januar 2012, 15:00 Uhr Musikinstrumentenmuseum Konzert für Schüler mit dem Ensemble QNG moderiert von Margarete Zander Die Musikerinnen stellen Schülerinnen und Schülern der Grundschulen einige Stücke aus dem Abendprogramm vor. Anmeldung für Schulklassen bis zum 13. Januar 2012 unter:
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, Fax: (030) 97993-33349, Tel: (030) 97993-33311 Dienstag, 24. Januar 2012 20:00 Uhr Musikinstrumentenmuseum Das Quartet New Generation zeigt, dass die Blockflöte heute keineswegs mehr dem entspricht, was wir landläufig aus dem Musikunterricht kennen. Schon der Anblick der Instrumente macht neugierig auf ihren Klang. Die kleinste Flöte ist etwa 15 cm, die größte 200 cm hoch. Die Vielfalt der Entdeckungen ist scheinbar grenzenlos. Durch ihre virtuose Beherrschung der Instrumente und den Farbenreichtum der Klänge fordern die Musikerinnen Komponisten aus der ganzen Welt heraus, Stücke für sie zu schreiben. So wird jedes Konzert auch zu einer spannenden kleinen Weltreise. QNG - Quartet New Generation: Susanne Fröhlich, Blockflöten Andrea Guttmann, Blockflöten Hannah Pape, Blockflöten Heide Schwarz, Blockflöten Fulvio Caldini Clockwork Toccata op. 68 (1999-2000) Marianthi Papalexandri-Alexandri atemlos (2011/2012) Uraufführung, gefördert vom Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten Georg Friedrich Haas ...ent-gleitend... (1998/2010) Mathias Spahlinger Vorschläge (1993) Alexandra Filonenko Sirenen (2002/2011) Uraufführung der neuen Fassung Sofia Gubaidulina Quartett für vier Flöten (1977) Uraufführung eines Arrangements für Blockflöten Mathias Spahlinger Vorschläge (1993) Mittwoch, 25. Januar 2012 20:00 Uhr Radialsystem V Wolfgang Rihm feiert im März 2012 seinen 60. Geburtstag. Wie kaum ein anderer Komponist hat er die Ohren des Konzertpublikums in den letzen 30 Jahren für das Neue geöffnet, ihnen Lust auf Neue Musik gemacht. Rihms Werke sind von Klangsinnlichkeit und Innovation bestimmt. In dieser Aura bewegt sich auch der ungarische Komponist Peter Eötvös. Ab und zu blitzt noch die Bewunderung für sein ungarisches Vorbild Béla Bartok auf, doch Peter Eötvös ist vor allem vom Spiel der Musiker und ihrer Klangsinnlichkeit beeinflusst und sucht mit ihnen nach neuen Klangwelten. Das Klavierduo GrauSchumacher arbeitet sehr eng mit beiden Komponisten zusammen. Mit jedem Konzert wird der musikalische Code klarer und selbstverständlicher. Die Pianisten entschlüsseln das Beziehungsgeflecht der Musik auf verschiedenen Ebenen: Linien und Setzungen, Energien, Farben, Rhythmen. Gemeinsam mit den drei Schlagzeugern der Berliner Philharmoniker erleben sie eine große Inspiration und Spielfreude. GrauSchumacher PianoDuo: Andreas Grau, Klavier Götz Schumacher, Klavier Jan Schlichte, Schlagzeug Franz Schindlbeck, Schlagzeug Alexej Bröse, Schlagzeug Heike Gneiting, Keyboard Wolfgang Rihm Schrift-Um-Schrift für 2 Klaviere und 2 Schlagzeuger (1993/2007) Peter Eötvös Sonata per sei für 2 Klaviere, 3 Schlagzeuger und Sampler-Keyboard (2006) Sendung: Neue Musik, 15. März 2012, 0:05 Uhr Mittwoch, 25. Januar 2012 22:00 Uhr Radialsystem V Das Elektronische Studio der TU Berlin
Das Elektronische Studio der TU Berlin, Fachgebiet Audiokommunikation, präsentiert in seinem Konzert zwei neue mehrkanalige elektroakustische Kompositionen der Edgard-Varèse-Gastprofessoren für Computermusik des DAAD. Michael Schumacher, Komponist, Performer, Installationskünstler und Gründer der Klangkunstgalerie Diapason in New York, beschäftigt sich in seinem Stück mit dem Weg des Klangs von der Computerfestplatte zum menschlichen Gehör, den er zahlreichen Veränderungen - Filterungen - unterwirft. Marc Battier, Komponist, Musikwissenschaftler und langjähriger Mitarbeiter am IRCAM, Paris, bezieht sich in seiner Arbeit auf den chilenischen surrealistischen Maler, Bildhauer und Architekten Roberto Matta. Gendy3 kann als ein jüngeres Schlüsselwerk von Iannis Xenakis angesehen werden, das ausschließlich mit Hilfe eines neuen Verfahrens der Klangerzeugung, der dynamischen stochastischen Synthese, entstanden ist. Michael Schumacher Filters & Filtered 8-kanalige elektroakustische Musik (2012) Uraufführung Marc Battier Dans l'atelier du peintre 8-kanalige elektroakustische Musik (2011) Uraufführung Iannis Xenakis Gendy3 für 2-Kanal-Tonband (1991) Donnerstag, 26. Januar 2012 19:00 Uhr Sophiensaele Musikalische Perspektiven auf das Thema ›Erinnerung‹, ausgehend von Walter Benjamin, Marcel Proust, W.G. Sebald und Mirko Bonné: a long way away ist ein einstündiger Zyklus der Berliner Komponistin Sarah Nemtsov, der beim Festival Ultraschall als szenisches Konzert in Form einer musikalisierten Choreographie uraufgeführt wird. Die Musiker des Ensembles Adapter wandern im Raum, illustrieren, assoziieren und eröffnen neue Gedanken- und Erinnerungsräume - und bauen so interdisziplinäre Brücken zwischen der Bildenden Kunst, der Literatur, dem Theater und der Musik. Ensemble Adapter (und Gäste) Manuel Nawri, Leitung Anna Peschke, Regie und Bühnenbild Rudi Scharff, Kostüme Sarah Nemtsov A LONG WAY AWAY. Passagen (2010-2011) Inszenierter Zyklus für Ensemble Szenische Uraufführung des Gesamtzyklus Verlassene Orte / Berlin (2010) Zu Walter Benjamins ›Berliner Kindheit um neunzehnhundert‹ für Altflöte, Bassklarinette, Harfe, präpariertes Klavier und Schlagzeug Passage: Unscheinbare Pforten / Paris (2011) Musikalische Reaktionen auf Walter Benjamins ›Zum Bilde Prousts‹ für Violine, Cembalo und Schlagzeug Uraufführung Laterna magica / Combray (2011) Zu einem Ausschnitt aus Marcel Prousts ›Auf der Suche nach der verlorenen Zeit‹ für Violoncello, Kontrabass, präparierte Harfe, Schlagzeug und Brummkreisel Uraufführung a long way away (2011) Zu W.G. Sebalds vier Erzählungen ›Die Ausgewanderten‹ für Flöte(n), Klarinette(n), Violine, Violoncello, Kontrabass, verstärktes Cembalo, Klavier, Schlagzeug und Assistenten Uraufführung Passage: Landzunge / New Jersey (2011) Reaktionen auf Bilder W.G. Sebalds in Mirko Bonnés ›Herbst in New York‹ für Piccoloflöte, Melodica, Klavier und Schlagzeug Uraufführung Luftmacumba / Rio (2011) Zu Mirko Bonnés vierteiligem Gedichtzyklus ›Luftmacumba‹ für Bassflöte, Violine, Violoncello, Kontrabass, Harfe, Klavier und Schlagzeug Uraufführung landscapes / desert (2010) Musikalischer Roadtrip durch Südost-Kalifornien, Mojave desert für Klarinette, Violoncello, Harfe, Cembalo und Schlagzeug Eine Produktion von Ensemble Adapter in Zusammenarbeit mit Ultraschall, gefördert von der Ernst von Siemens Musikstiftung und dem Konzert des Deutschen Musikrats sowie durch ein Kompositionsstipendium von Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senat für kulturelle Angelegenheiten. Sendung: Neue Musik, 22. März 2012, 0:05 Uhr Donnerstag, 26. Januar 2012 21:00 Uhr Sophiensaele Er war einer der wichtigsten Komponisten des französischen Serialismus: Jean Barraqué. Sein veröffentlichtes Oeuvre ist schmal, aber die Musik überwältigt durch ihre konstruktive Strenge und emotionale Radikalität. Ultraschall präsentiert in Ur- und Deutschen Erstaufführungen die frühen Werke des 1973 gestorbenen Komponisten. Nach Chorwerken, der Violinsonate und dem Streichquartett am Eröffnungswochenende stehen nun Klavierwerke und Lieder auf dem Programm, darunter die Erstaufführung der nach dem Autograph revidierten Klaviersonate. Christiane Iven, Sopran Nicolas Hodges, Klavier Jean Barraqué Frühe Klavierwerke (1945-1949) Deutsche Erstaufführung Retour (1945-47) Intermezzo de la Sonate (1949) Pièce pour piano (1949) Thème et variations (1949) Deux morceaux pour piano - N° 1 (1949) Deux morceaux pour piano - N° 2 Mystérieux et angoissé (1949) Mélodies de jeunesse (1948-1950) für Sopran und Klavier Uraufführung Trois mélodies (1950) (Texte: Buch der Lieder, Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud) Trois Mélodies (1948) (Texte: Jean de Gombault, Étienne Durand, Pontus de Thyard) Petite Chanson pour Gravigny (Text: Georges Blond) Deux Mélodies sur des poèmes de Paul Valéry La Porte ouverte (Text: Paul Éluard) Les nuages s'entassent sur les nuages (Text: Rabindranath Tagore, übersetzt von André Gide) Sonate für Klavier solo (1950-1952) Erstaufführung der kritisch revidierten Fassung Sendung: Konzert, 10. Februar 2012, 20:03 Uhr Neue Musik, 1. März 2012, 0:05 Uhr (Sonate) Freitag, 27. Januar 2012 20:00 Uhr Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal Gemischtes Doppel II: Verschränkten sich im Eröffnungskonzert Chor und Instrumentalsolo, so begegnen sich jetzt Orchester und Vocalsolisten in einem Programm, das unter der Oberfläche Verbindungen zwischen mehreren Jahrhunderten knüpft. Von verlorenen Natur-Paradiesen der Gegenwart erzählt das Orchesterstück des Tschechen Ondrej Adámek, im letzten Jahr Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Tiziano Manca schlägt in seinem neuen Orchesterwerk die Brücke von der Kunst der Illusion in der Renaissance zu dem Philosophen und Psychologen Carl Stumpf. Und Manuel Hidalgo thematisiert mit Worten des spanischen Schriftstellers Juan Goytisolo die Schwierigkeiten einer Künstlerexistenz, vom Andalusien des 10. Jahrhunderts bis zu Flaubert. Wie Hidalgo, so stammt auch José-María Sánchez-Verdú aus Andalusien. Sein Madrigalbuch auf alte Grabinschriften knüpft subtil an die reiche Tradition der Gattung als nichtszenisches Musiktheater an. Und sein Orchesterstück MURAL nimmt einen Faden auf, der Sánchez-Verdú immer sehr am Herzen lag: die Schrift und ihre ornamentale Schönheit. Neue Vocalsolisten: Sarah Sun, Sopran Susanne Leitz-Lorey, Sopran Truike van der Poel, Mezzosopran Daniel Gloger, Countertenor Martin Nagy, Tenor Guillermo Anzorena, Bariton Andreas Fischer, Bass Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Leitung: Peter Rundel Tiziano Manca Attimo e storia für großes Orchester (2011) Uraufführung - Kompositionsauftrag Deutschlandradio Kultur Manuel Hidalgo Cuatro Citas de Juan Goytisolo für Sopran und Countertenor (1999) (Texte: Juan Goytisolo, Alfonso el Sabio, Gustave Flaubert) Ondrej Adámek Jardin Perdu für drei Stimmen und Orchester (2006) Deutsche Erstaufführung José-Maria Sánchez-Verdú SCRIPTURA ANTIQVA Madrigalbuch 1 für fünf Stimmen (2011) Uraufführung des Gesamtzyklus José-María Sánchez-Verdú MURAL für Orchester (2010) Sendung: Konzert, 27. Januar, live Samstag, 28. Januar 2012 15:00 Uhr Radialsystem V Kevin Volans ist in Südafrika geboren und aufgewachsen. Aufgrund seiner musikalischen Erziehung fühlte er sich musikalisch-kulturell zunächst als Europäer. Er studierte bei Karlheinz Stockhausen in Köln. Zu seiner eigenen Musiksprache fand er später vor allem durch seine musikalischen Feldforschungen in Afrika. Heute lebt er in Madrid. Waldo Alexander, Violine Kirstin Maria Pientka, Viola Anna Carewe, Violoncello Irmela Roelcke, Klavier Kevin Volans, Klavier Kevin Volans violin:piano (2009) Uraufführung cello:piano (2009) Uraufführung viola:piano (2009) Uraufführung - Auftragswerk von Chris Alexander Sendung: Neue Musik, 3./10. Mai 2012, 0:05 Uhr Samstag, 28. Januar 2012 17:00 Uhr Radialsystem V Das Sheridan Ensemble begibt sich (wenn die einzelnen Musiker nicht gerade Bach, Mahler oder Mozart in verschiedenen Orchestern spielen) auf die Suche nach der Musiksprache von heute. In dieser besonderen Programmdramaturgie lässt sich das Individuelle der Komponisten und ihrer kulturellen Kontexte ebenso entdecken wie verblüffende Gemeinsamkeiten. Der Italiener Fausto Romitelli war Schüler von Franco Donatoni. Seine musikalische Heimat fand er aber am Ircam in Paris. Neben Klassikern der Neuen Musik wie Continuum von György Ligeti steht ein neues Werk von Yoav Pasovsky, angeregt von dem Cembalisten Petteri Pitko. Sheridan Ensemble: Gergely Bodoky, Flöte Nina Janßen-Deinzer, Klarinette Yuki Kasai, Violine Florian Donderer, Viola Anna Carewe, Violoncello Philip Mayers, Klavier Petteri Pitko, Cembalo Fausto Romitelli Prima Domenica alla Periferia dell'Impero für vier Instrumente (1997) György Ligeti Continuum für Cembalo (1968) Rolf Wallin The Age of Wire and String für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Viola und Violoncello (2005) Yoav Pasovsky Neues Werk für Cembalo (2012) Márton Illés Scene polidimensionali X ›Vonalterek‹ (Linienräume) für Klarinette, Viola und Klavier (2005) Hans-Peter Kyburz Danse aveugle für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine und Violoncello (1996/97) Franco Donatoni Black and White Nr. 2 für Cembalo solo (1968) Fausto Romitelli Seconda Domenica alla Periferia dell'Impero für vier Instrumente (2000) Sendung: Neue Musik, 3./10. Mai 2012, 0:05 Uhr Samstag, 28. Januar 2012 19:00 Uhr Radialsystem V Resultate intensiver Begegnungen prägen dieses Konzert: Begegnungen zwischen Lucas Fels und Sebastian Claren, zwischen Robyn Schulkowsky und Morton Feldman. Lucas Fels, Violoncello Robyn Schulkowsky, Schlagzeug Sebastian Claren Hear Your Brother Hear für Violoncello solo (1998/2008) Uraufführung der neuen Version Morton Feldman The King of Denmark für Schlagzeug solo (1964) Luigi Dallapiccola Ciaccona, intermezzo e adagio für Violoncello solo (1945) Sendung: Neue Musik, 3./10. Mai 2012, 0:05 Uhr Samstag, 28. Januar 2012 20:30 Uhr Radialsystem V In diesem Konzert begegnen sich Komponisten und Musiker, die in Berlin leben. Wie klingt Schuberts klassische Forellenquintettbesetzung in einem neuen Werk von Erhard Grosskopf? Welchen Ton findet das klassische Streichtrio, dem Reiner Riehn seine Stimme gibt? Wie entfaltet sich die Poesie der amerikanischen Dichterin Anne Sexton im Songzyklus von Helmut Oehring und Iris ter Schiphorst? Salome Kammer, Stimme Musiker des KNM Berlin: Steffen Tast, Violine Kirstin Maria Pientka, Viola Ringela Riemke, Violoncello Arnulf Ballhorn, Kontrabass Frank Gutschmidt, Klavier Christoph Grund, Klavier/Sampler Torsten Otterberg, Klangregie Erhard Grosskopf Klavierquintett für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier (2011) Uraufführung Rainer Riehn Trio für Violine, Viola und Violoncello (2011) Uraufführung - Kompositionsauftrag des rbb Helmut Oehring / Iris ter Schiphorst Live (aus: Androgyn) 18 Songs nach dem gleichnamigen Gedicht von Anne Sexton für eine Sängerin, Violine, Violoncello, präpariertes Klavier/Sampler und Live-Elektronik (1997) Sendung: Neue Musik, 3./10. Mai 2012, 0:05 Uhr Samstag, 28. Januar 2012 22:00 Uhr Radialsystem V Die Klarinette ist die Verwandlungskünstlerin unter den Blasinstrumenten. Im Zusammenspiel mit Flöte, Trompete und Klavier erwartet Karlheinz Stockhausen in Tierkreis von den Musikern, dass sie sein Werk selbst ausarbeiten - natürlich äußerst präzise nach seinen Anweisungen. Mark Andre nutzt den Atem, um die tiefen Herztöne durch eine Solopauke zu verstärken, Pierre Boulez spielt mit der Präsenz des Klanges in seiner ganzen Ausdehnung, mit dem direkten Klang des Instrumentes und der Resonanz des Flügels, er geht in die Extreme der Innen- und Außenwelt und bringt sie in ein Spiel mit Licht und Schatten. Das Trio hat in diesem Jahr den Interpretenpreis der Stockhausen-Kurse in Kürten gewonnen, Nina Janßen-Deinzer gehört zum Ensemble Modern und zählt international zu den gefragtesten Dozentinnen für die zeitgenössische Klarinette. Nina Janßen-Deinzer, Klarinette Gregor Schulenburg, Flöte Boglárka Pecze, Klarinette Paul Hübner, Trompete/Klavier Felix Dreher, Klangregie Karlheinz Stockhausen TIERKREIS Trio-Version für Klarinette, Flöte und Piccolo, Trompete und Klavier (1975/1983) Helmut Lachenmann Dal niente (Intérieur III) für eine(n) Solo-Klarinettistin (1970) Mark Andre IV 3 für Klarinette solo (2009) Pierre Boulez Dialogue de l'ombre double für Klarinette und Tonband (1985) Sendung: Neue Musik, 3./10. Mai 2012, 0:05 Uhr Sonntag, 29. Januar 2012 20:00 Uhr Haus des Rundfunks, Großer Sendesaal 211. Konzert Musik der Gegenwart Mar'eh bedeutet Antlitz, aber auch Aura oder Erscheinung - es kann, sagt Matthias Pintscher, "die Aura eines Gesichtes meinen, eine schöne Erscheinung, etwas Wunderbares suggerieren". Pintscher gehöre zu den "begehrtesten Komponisten auf der internationalen Bühne", schrieb die amerikanische Musikzeitschrift andante. Und das im doppelten Sinn: Immer häufiger wird er in den letzen Jahren auch als Dirigent und als Kurator von Festivals eingeladen. In diesem Programm möchte er die Schönheit im Inneren der Musik wie mit einem Vergrößerungsglas zeigen. Der Titel hij von Mark Andre bezieht sich auf einen Text der Bibel. Bei Aufführungen in Schweden und Finnland war der Komponist überrascht und begeistert von der Wirkung des Titels: die Menschen fühlten sich direkt von ihm angesprochen, denn mit ›Hey‹ begrüßen sie ihre Freunde auf der Straße. Durch das Labyrinth der (Wasser-)Straßen von Venedig führt Luigi Nono den Hörer. Man entdeckt an jeder Ecke neue Klänge. Klänge, die vom Leben sprechen, es reflektieren und die widerhallen. Dabei wurde Nono von einem Gedanken geleitet, die ihn schon lange bewegte: "Wanderer, es gibt keinen Weg, es gibt nur das Wandern". Hae-Sun Kang, Violine Deutsches Symphonie-Orchester Berlin Leitung: Matthias Pintscher Dai Fujikura Tocar y luchar für Orchester (2010) Matthias Pintscher Mar'eh für Violine und Orchester (2011) Mark Andre hij/ für Orchester (2010) Luigi Nono No hay caminos, hay que caminar... Andrej Tarkowskij// für sieben Orchestergruppen (1987) Sendung: Konzert, 2. Februar 2012, 20:03 Uhr Weiterführende Informationen auf dradio.de: Das Festivalprogramm im PDF-Format zum Download Ultraschall UltraSchall - Ultraschall 2012 Ultraschall UltraSchall - Ultraschall 2012 - Veranstaltungsorte und Eintrittspreise Ultraschall UltraSchall - Ultraschall 2011 |