JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN Hans
Fallada / Für die Bühne bearbeitet von Jens Groß Premiere am
Montag, 5. September 2011 um 19.30
Uhr im Maxim Gorki Theater Berlin Nächste Vorstellungen
am 15., 20. und 27. September 2011
Hans Falladas Roman beruht
auf der wahren Geschichte des Berliner Ehepaares Hampel (bei ihm Quangel), das
sich ohne Aussicht auf Erfolg, mit selbst verfassten und in Treppenhäusern
abgelegten Postkarten, gegen den Terror der Nazis wehrte und 1943
hingerichtet wurde. Es handelt sich bei diesem Buch um das erste Werk eines
deutschen Schriftstellers, das den Widerstand gegen das Hitlerregime
thematisierte. Der ist für das Ehepaar
Quangel weniger ein politischer Akt als eine Gewissensentscheidung, die sie
gemeinsam treffen, nachdem ihr einziger Sohn gefallen ist. Sie wollen etwas
tun, sich gegen das sinnlose Hinschlachten Tausender zur Wehr setzen. Fallada
entwickelt ein Berliner Hinterhof-Panorama voller berührender, aufwühlender
Schicksale und ambivalenter Charaktere – Tapfere und Feige, Kleinkriminelle
und Weiberhelden, Nazis, Mitläufer und Spitzel; Leute, die andere belauern und
überwachen. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die an moralischer
Auszehrung leidet, in der Argwohn, Misstrauen und Angst jede soziale
Beziehung bestimmen.
Mit:
Andreas Leupold (Otto Quangel, Hete Häberle) , Ruth Reinecke (Anna Quangel,
Kuno) , Robert Kuchenbuch (Kommissar Escherich, Säugling, Kammergerichtsrat
Fromm, Persicke), Michael Klammer (Obergruppenführer Prall,
Obersturmbannführer, Frau Gerich, Karl Hergesell), Albrecht Abraham Schuch
(Toll, Enno Kluge, Kommissar Laub), Julischka Eichel (Trudel Baumann, Eva
Kluge, Baldur Persicke, Mollige), Matti Krause (Harteisen, Emil Barkhausen,
Frau Rosenthal, Grigoleit Herr) Regie: Jorinde Dröse, Bühne: Barbara
Steiner, Kostüme: Susanne Schuboth,
Dramaturgie: Carmen Wolfram
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