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Geschrieben von Administrator
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Dienstag, 23. August 2011 |
Dieser Krimi ist Spannung und Rückkehr in eine Geschichte, die noch immer, auch bei uns, aktuell ist. Die Handlung spielt in einem schwedischen Kaff, in dem sich innerhalb weniger Tage zwei Doppelmorde ereignen. Zwei der Toten sind die Pflegeeltern Konrads, der nach langer Zeit in seine Heimat zurückkehrt. Es ist eine schmerzhafte Reise in seine Kindheit und Jugend, gequält von seinem Stiefbruder, ausgeschlossen von vielen seiner Mitschüler - eine Lebenstortur aus der er sich nur durch Flucht befreien kann. Konrad ist "Das fremde Kind", ein Waise, dessen Mutter spurlos war. Die Mutter war Polin, ausgegrenzt in einer piefig kleinbürgerlichen Welt von Vorurteilen und Rassismus, ein Makel, der auch den Sophn begleitet hat. Die Aufklärung der Ereignisse vor über einen Vierteljahrhundert sind schrecklich. Ihre Ursprünge führen noch weiter zurück. Vorurteile gegenüber anderen Ethnien ob Muslimen, Sinti, Roma, Türken, Afrikanern flammen wieder auf, werden zum Hass, führen zu immer neuer Gewalt - in Norwegen, Frankreich, Holland, Deutschland, Russland, Ungarn, Rumänien. Dieser Kriminalroman ist mehr als pure Unterhaltung.
Olle Lönnaeus: Das fremde Kind rowohlt polaris
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