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Geschrieben von Dieter Bub
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Dienstag, 16. August 2011 |
Ein gewaltiger Roman des Schreckens, ein Buch,das verstört, das Albträume bereitet. Jerzy Kosinskis Werk "Der bemalte Vogel" war in den sechziger Jahren bereits ein Bestseller. Daß er nun wieder erschienen ist, herausgegeben von Dennis Scheck, ist so wichtig wie notwendig in dieser Zeit immer währender Verfolgungen, Diffamierungen, Ausgrenzungen, Vertreibungen, Vorurteile, des Hasses und des Mordens. Der sechsjährige Junge, dessen Schicksal beschrieben wird, muss nach dem Tod der Mutter auf der Flucht eine Lebenshölle erleiden. Mit dem Aussehen eines Zigeuners oder eines jüdischen Flüchtlings ist er Opfer, ein Menschenskind, das zu überleben trachtet, immer am Rande des Todes, ein Mensch, der sich selbst als minderwertig betrachtet angesichts der Allmacht eines deutschen Herrenmenschen, der tötet, wann ihm der Sinn danach steht. Er ist ausgeliefert, auch religiösen Dorfbewohnern, die ihn vom Teufel besessen wähnen und in eine Jauchegrube werfen. Er überlebt, verstummt, wird stark und kehrt am Ende zurück, ein Gezeichneter vom Hass. Was bleibt? Das Leben ist elend weil es von Menschen zerstört wird. Wer dieses Buch übersteht - vergleichbar mit Edgar Hilsenraths "Nacht" kann leicht, sollte er ihn je gehabt haben, seinen Glauben verlieren. Es geht um weit mehr als um den Holocaust. Es geht um uns - und um unser Glück eines geschonten Überlebens.
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 16. August 2011 )
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