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Dienstag, 19. April 2011 |
ROCCO UND SEINE BRÜDER Nach dem Film von Luchino Visconti
Premiere am Donnerstag, 5. Mai 2011, um 19.30 Uhr, im Maxim Gorki Theater
Berlin Die nächsten Vorstellungen sind am 9. und 27.
Mai.
Auf der
Suche nach einem besseren Leben ohne materielle Not verlassen immer mehr
Menschen den bitterarmen ländlichen Süden, um ihr Glück im reichen Norden, in
der Stadt Mailand, zu finden. Unter ihnen auch Rosaria Parondi und ihre Söhne:
Auf der einen Seite Vincenzo, der schon bald eine Familie gründet und sich eine
eigene Wohnung einrichten kann, sowie Ciro, der ein ähnliches Leben anstrebt.
Auf der anderen Seite Simone und Rocco, die als Boxer Karriere machen. Als
jedoch Simone im Sport nachlässt, sich verschuldet, dem Alkohol verfällt und
sich seine ehemalige Geliebte Nadia in Rocco verliebt, nimmt die Tragödie ihren
Lauf, und die Familie droht auseinanderzubrechen. Die Filmvorlage von Luchino
Visconti beschreibt mit dem Mythos der reichen Stadt, die einerseits den
sozialen Aufstieg ermöglicht, andererseits mit ihren Verlockungen und
Verführungen aber als Gefahr für die traditionelle Familie und ihre Werte
wahrgenommen wird, ein Phänomen, das nicht nur im Nachkriegs-Italien eine Rolle spielt.
Es spielen Anne Müller, Michael
Klammer, Matti Krause, Robert Kuchenbuch, Andreas Leupold, Albrecht Abraham
Schuch Regie Antú Romero Nunes, Bühne
Florian Lösche, Kostüme Judith Hepting,
Musik Johannes Hofmann, Dramaturgie Carmen
Wolfram
Der Regisseur
Antú Romero Nunes wurde 1983 in Tübingen
geboren. Nach ersten Theatererfahrungen als Regisseur und Schauspieler am
Tübinger Theater Lindenhof und in der dortigen Offszene arbeitete er zunächst in
Chile als Regie- und Produktionsassistent für Theater und Film. Nach Deutschland
zurückgekehrt assistierte und inszenierte er an den Freilichtspielen Schwäbisch
Hall bevor er 2005 sein Studium der Regie an der Hochschule für Schauspielkunst
„Ernst Busch" in Berlin aufnahm, das er 2009 mit seiner Diplominszenierung
„Die Geisterseher" nach Friedrich Schiller am Maxim Gorki Theater Berlin
erfolgreich beendete. Während seines Studiums entstanden Arbeiten an der
bat-Studiobühne (u. a. „Don’t wanna die watching Spiderman 3",
eingeladen zu Festivals und Gastspielen nach Straßburg, Lyon, Montpellier und
Paris sowie 2009 zum Heidelberger Stückemarkt ins „Forum Junge
Regie"), dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und dem Düsseldorfer
Schauspielhaus. Seit der Spielzeit 2009/2010 inszeniert Antú Romero Nunes
regelmäßig am Thalia Theater Hamburg ("Invasion!" und "Atropa. Die Rache des
Friedens") sowie am Schauspiel Frankfurt ("Abgesoffen" und "Peer Gynt",
eingeladen zum Festival RADIKAL JUNG 2011). Seine Diplominszenierung "Der
Geisterseher" wurde 2010 zum Festival RADIKAL JUNG des Münchner
Volkstheaters eingeladen, sowie 2011 zu den Internationalen Schillertagen am
Nationaltheater Mannheim. In der Spielzeit 2009/2010 inszenierte er im
Gorki Studio die Uraufführung von Oliver Klucks "Das Prinzip
Meese". In der Kritikerumfrage von "Theater heute" wurde Antú Romero Nunes
für diese Arbeit zum "Nachwuchsregisseur des Jahres 2010"
gewählt. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist er Hausregisseur am Maxim Gorki
Theater Berlin.
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