|
Die Konzertsaison 2011/2012
beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Das
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin präsentierte heute im Deutschen Historischen
Museum seine neue Saison 2011/12. Marek Janowski, Orchesterdirektorin Maria
Grätzel sowie Dramaturg Steffen Georgi stellten gemeinsam die Programme und
Projekte sowie Details zur Fortsetzung des großen Wagnerzyklus vor.
Nach den
drei Wagner-Opern in der laufenden Spielzeit werden Marek Janowski und das RSB
ihre Serie mit zehn wichtigen Bühnenwerken Richard Wagners in der Saison
2011/2012 mit „Lohengrin“, „Tannhäuser“,
„Tristan und Isolde“ mit dem Rundfunkchor Berlin fortsetzen. Führende
Sänger des Wagnerfaches sind in den konzertanten Aufführungen zu Gast: Christopher Ventris
(Lohengrin und Tannhäuser), Stephen
Gould (Tristan), Nina Stemme
(Isolde und Elisabeth), Günther Groissböck (Heinrich) und Christian Gerhaher (Wolfram von
Eschenbach). Bundestagspräsident Norbert
Lammert übernimmt weiterhin die Schirmherrschaft
für den Wagnerzyklus. Deutschlandradio Kultur überträgt alle Konzerte, die
parallel vom niederländischen Label PentaTone für CD
produziert werden. Im Herbst erscheint die erste Ausgabe der Wagner-Serie mit
dem „Fliegenden Holländer“.
Richard
Wagner ist der Impulsgeber in der Programmgestaltung des RSB in der kommenden
Saison. In der Konzertserie der „Slawischen
Erwiderungen“ auf das Phänomen Wagner setzen neben Marek Janowski die Dirigenten Juraj Valcuha, Vasily Petrenko, Vassily Sinaisky und Rafael Frühbeck de Burgos
Komponisten wie Tschaikowsky, Dvořák, Mussorgski, Schostakowitsch, Ljadow
und Szymanowski in den Wagner-Kontext.
Auch die
Familienkonzerte greifen das Thema Wagner auf. Heiko Mathias Förster dirigiert
und moderiert den „Fliegenden Holländer
für Kinder“ in Zusammenarbeit mit dem Atze Musiktheater, wo das RSB
erstmals zwei Schulkonzerte spielen wird.
Der 150.
Geburtstag und der 100. Todestag von Gustav
Mahler war ein Höhepunkt in der vergangenen Saison, den das RSB bewusst
ausließ. Marek Janowski, Tadaaki Otaka und
Sebastian Weigle wenden sich nun in einer
dreiteiligen Konzerthaus-Serie diesem Komponisten zu.
66 Konzerte
spielt das RSB insgesamt in der kommenden Saison, davon 47 Konzerte in Berlin.
33 Konzerte leitet der Chefdirigent, u.a. 10 Konzerte auf einer Asien-Tournee nach Taiwan, Korea
und Japan. Mit dem Rundfunkchor Berlin bestreitet das Orchester insgesamt 7
Konzerte.
Allein sieben Dirigenten-Debüts sind 2011/12
geplant, darunter mit Juraj Valcuha, Vasily Petrenko, Andrea Marcon, Ludovic Morlot und David Afkham. Als
Solisten sind u.a. Frank Peter Zimmermann, Arabella
Steinbacher, Nils Mönkemeyer, Michelle Breedt, Boris Berezovsky, Sergey Khachatryan, Johannes Moser und Sunwook
Kim eingeladen. Marc-André Hamelin spielt zum Saisonauftakt das gewaltige
80-minütige Klavierkonzert von Busoni.
Gerd Albrecht führt mit dem RSB die moderierte
Konzertserie „Ganz neu, ganz nah – Neue Musik im Gespräch“ weiter. Das
Orchester spielt dabei Werke des Berliner Komponisten Christian Jost sowie des australischen Komponisten und Bratschisten
Brett Dean, der auch als Solist
auftritt.
Herbert Feuerstein kommt wieder zum RSB und untersucht
in seiner nächsten Klassikeinführung die „Magie in der Musik“, am Pult steht
der polnische Dirigent Michał Dworzynski. An der Seite des bewährten
Filmmusik-Spezialisten Frank Strobel
begibt er sich außerdem in die Welt der Science Fiction:
„Feuerstein führt Klassik ein – Krieg der Sterne“.
Überaus
erfolgreich beim Publikum erwies sich die 2010 begonnene Kammerkonzertreihe im Neuen Museum auf der Museumsinsel. Mit
drei weiteren Konzerten in der kommenden Saison knüpft das RSB an diese
gelungene Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin an. Auch das Deutsche Historische Museum bleibt ein
zuverlässiger Partner des Orchesters bei der Ausrichtung der drei
Schlüterhofkonzerte. Als Sponsor konnte erneut die Berliner Volksbank gewonnen werden. Als neuen Raum für Kammermusik
führen Musiker des RSB ab 2011 das Felleshus, das
Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften ein.
2011/12
spielt das Orchester 19 Gastkonzerte im In- und Ausland. Neben der Asientournee
im Oktober 2011 liegen Einladungen zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern,
zum Kissinger Sommer, Rheingau Musik Festival, Choriner
Musiksommer und nach Freiburg vor. Das Musikfest Berlin, die Pariser Salle Pleyel, die Kölner Philharmonie bleiben feste Partner
des RSB.
In
Kooperation mit Deutschlandradio und Labels wie PentaTone,
WERGO und Hyperion bleibt die Studioproduktion eine wichtige Komponente in der
Saisonplanung des RSB. Anja Harteros, Marek Janowski und das RSB nehmen die
Drei Hymnen für Sopran und Orchester von Richard Strauss im Haus des Rundfunks
auf. Alban Gerhardt und Sebastian Weigle spielen die
drei Violoncellokonzerte von Hans Pfitzner ein. Die Gesamtaufnahme von Hans
Werner Henzes Sinfonien unter der Leitung Marek Janowskis für WERGO wird mit
der Sinfonie Nr. 6 fortgesetzt.
Die großen
Mitmachkonzerte für Kinder mit Musikwerkstatt waren 2010 und 2011 bereits ein
außerordentlicher Publikumserfolg. Das Werkstattkonzert „Peter und …?“ im März
2012 nimmt innerhalb der insgesamt sechs Familienkonzerte wieder eine
herausragende Position ein.
Der Abonnementverkauf für die Saison
2011/2012 beginnt am 1. April 2011.
Das Rundfunk-Sinfonieorchester
Berlin in Zahlen
Eine
beachtliche Bilanz kann das RSB für das abgeschlossene Haushaltsjahr 2010
vorweisen. Erstmals liegen die Eigeneinnahmen über einer Million Euro. Als
Gesamtvolumen wurden rund 1.022.000 Euro aus Karteneinnahmen durch Eigenveranstaltungen
erzielt. Die Auslastung der Besucherzahlen liegt bei 83%.
Das RSB
konnte darüber hinaus seine wirtschaftliche Auslastung im Vorjahresvergleich um
noch einmal 6% auf 55% steigern. Diese Auslastung, die den Anteil an den
theoretischen Maximaleinnahmen aus allen Kartenverkäufen bezeichnet, zählt zu
den besten Ergebnissen des RSB in den letzten Jahren.
Neben
Konzerten in Berlin geht das RSB außerdem zahlreichen Gastspielverpflichtungen
nach. 2010 spielte das Orchester 24 Gastkonzerte außerhalb Berlins mit
insgesamt 22.322 Besuchern. Das RSB war auf einer Tournee durch Spanien zu Gast
sowie in Wien, Graz, Essen, beim Prager Frühling, Musikfest Bremen und bei den
Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.
|