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Pretre - der Klangzauberer |
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Geschrieben von Dieter Bub
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Montag, 7. Februar 2011 |
Brahms 2. Symphonie in der Philharmonie - vertraut und doch so frisch mitreißend. Musikalischer Genuß und großer Jubel für einen gern gesehenen Gast. Denn das Dirigat von Georges Pretre ist immer auch von optischer Faszination, einer der Gründe für seine Leitung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker, als besondere Auszeichnung zwei Jahre nacheinander. Georg Pretre gestaltet, läßt Melodien erblühen und wechselt dann unvermittelt in mitreißendes Allegro, eine hohe Anforderung an das Orchester, das er mit seiner Körperlichkeit animiert - und das DSO folgt dem Maestro, ein Klangzauberer - und gewiss der schwungvollste Achtzigjährige unter den Dirigenten. Der erste Teil eher unterhaltsam mit Werken von Francis Poulenc, einem Lieblingskomponisten Pretres. Die Suite aus dem Ballett "Le animaux modeles" eine leichte hübsche Kost nach Fabeln von La Fontaine - Geschichten vom verliebten Löwen und den beiden Hähnen, die der Geier holt, dazwischen der Mann zwischen zwei Lebensaltern und zwei fordernden Frauen, auf die er beide des lieben Friedens Willen verzichtet und die Erzählung vom Holzfäller und dem Tod - alles ilustrativ eingängig. Dazu das Konzert für zwei Klaviere und Orchester, im musikalischen Dialog der Schwestern Katia und Marielle Labeque mit dem DSO. Ein Stück als Reise durch die Geschichte und über die Möglichkeiten des Klavierspiels: mit Hinweisen auf Bach, Mozart, Chopin, Strawinski und Ravel und brillantem Finale. Glasklar, schwungvoll und kühl sicher in der Intention des Komponisten. Noch einmal heute Abend ,am 7.Februar.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 7. Februar 2011 )
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