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Geschrieben von Dieter Bub
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Sonntag, 23. Januar 2011 |
Homer & Langley - eine traurig-komische-bittersüß-zärtliche Geschichte. Das Leben der Brüder Collyer, erzählt von E.L.Doctorow aus der Sicht des blinden Bruders, der dem Leser achtzig Jahre amerikanischer und New Yorker Geschichte vor Augen führt. Homer ist der Übersetzer des Geschehens, der Beobachter und Kommentator von zwei Eigenbrötlern, die bis zu ihrem Ende, von allen verlassen, nur sich selbst haben. Langley ist dabei der verbitterte nicht nur körperlich verwundete sondern auch seelisch verkrüppelte Kriegsheimkehrer mit immer neuen skurillen Ideen und der Sammelwut eines Messi. Alles wird angeschleppt, angehäuft, gestapelt - Schreibmaschinen (auf einer mit Brailleschrift verfasst Homer seinen Bericht) , Klaviere, Fahrräder, Radios, Fernseher, Maschinen jeder Art, ein alter Ford für den Salon und Zeitungstürme aus Jahrzehnten, aus denen Langley eine ewig-aktuelle Ausgabe herauszubilden gedenkt. Auch wenn sie gelegentlich Besuch bekommen, Langley sich auch in einer Ehe versucht, Homer zeitweilig eine Geliebte, später eine Bettgefährtin aus einer Hippie-Gruppe, die das Haus einen Sommer lang für sich entdeckt, auch wenn Homer und Langley für eine Klavierschülerin schwärmen, sie verschwinden alle genauso wie das Personal.Das einst vornehme Haus der Familie wird zur Trutzburg gegen eine feindliche Umwelt, gegen Ämter, Anwälte, Gerichtsvollzieher. Doctorow ließ sich von einer wahren Geschichte inspirieren - und schuf ein literarisches, berührendes Meisterwerk.
E.L.Doctorow: Homer&Langley Kipenheuer&Witsch
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 23. Januar 2011 )
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