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Premieren im DT PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Montag, 6. September 2010

Stephan Kimmig inszeniert 'Kinder der Sonne' von Maxim Gorki, der hier von der Vorausahnung einer politischen wie gesellschaftlichen Katastrophe erzählt, von einer für die Schaffung einer neuen Welt unfähigen Gesellschaft. Mit Nina Hoss, Alexander Khuon, Sven Lehmann, Ulrich Matthes, Katharina Schüttler, Katrin Wichmann und Markus Graf. Premiere ist am 15.10. im DT.

Dirk Lauckes neues Stück 'Bakunin auf dem Rücksitz' wird von Sabine Auf der Heyde am 8.10. in den Kammerspielen uraufgeführt. Bakunin, russischer Begründer des Anarchismus, ist bei Dirk Laucke ein herrenlos umherirrender Hund, der die Lebensverhältnisse im urbanen Raum beobachtet. Mit Hauke Diekamp, Moritz Grove, Matthias Neukirch, Isabel Schosnig, Simone von Zglinicki und Anita Valusica.

In 'Kein Schiff wird kommen' erzählt Nis-Momme Stockmann über zwei Mauern – die Berliner und die zwischen den Generationen. Frank Abt inszeniert das Stück mit Elias Arens, Markwart Müller-Elmau, Paul Schröder und Silke Lange, Premiere ist am 18.10 in der Box.

Eine Inszenierung von Nicolas Stemann vom Thalia Theater Hamburg ist am 24. und 25. Oktober zu Gast im DT, 'Nathan der Weise' von Gotthold Ephraim Lessing, verschnitten mit dem Sekundärdrama 'Abraumhalde' von Elfriede Jelinek. Stemanns Inszenierung 'Die heilige Johanna der Schlachthöfe'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/premieren_und_repertoire/die_heilige_johanna/) ist übrigens ab dem 23.10. wieder im DT zu sehen.

'Hikikomori' von Holger Schober feiert am 2.10. Berlin-Premiere in der Box. Mit Ole Lagerpusch als H., dessen einziger Kontakt zur Außenwelt das Internet ist.

'Antrag auf Demonstration'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/demonstration/), ein Band mit Tonbandprotokollen der Versammlung vom 15.10.1989 im DT, deren Ergebnis u.a. die Demonstration am 4.11.1989 war, wird am 16.10. in den Kammerspielen präsentiert. Eine Buchpräsentation mit den Memoiren von Otto Mellies – 'An einem schönen Sommermorgen… Erinnerungen'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/sommermorgen/) – findet am 3.10. in den Kammerspielen statt. Barbara Schnitzler zeigt  unter dem Titel 'Und Birken gibt es hier auch nicht'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/birken/) eine szenisch-musikalische Collage mit Texten von Gabriele Tergit am 4.10. im Saal, wo am 11.10. der Soziologe Hartmut Häußermann einen Vortrag in der Reihe 'DT-Thema: Stadtlandschaften'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/zwei_gesichter_der_stadt/)hält. Ab dem 9.10. gibt es in der Bar einen neuen Liederabend: 'Die Legende vom 60/40-Gemisch'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/60_40/). Gregor Gysi(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/gysi_trifft_roger_willemsen/)trifft am 17.10. Roger Willemsen, und Ferdinand von Schirach liest am 29.10. aus seinem neuen Buch 'Schuld'(http://www.deutschestheater.de/spielplan/spielplan/schuld_stories/). Das Junge DT zeigt die Uraufführung 'Scherbenpark' von Alina Bronsky am 30.10. in der Box, Regie führt Annette Kuß.



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hikikomori
von Holger Schober
Berlin-Premiere am 2. Oktober 2010, 19.30 Uhr Box
Weitere Vorstellungen am 21. und 29. Oktober

"Hikikomori" ist japanisch und steht für die mehr oder weniger selbstgewählte Isolation und die damit einhergehende akute soziale Verweigerung. Seit Monaten hat sich H. mit mehreren Computern in seinem Zimmer eingeigelt. Sein einziger Draht zur Außenwelt ist das Internet: chatten, surfen, spielen. Beim Chat lernt er "Rosebud" kennen. Ist dies die unverhoffte Chance auf ein normales Leben? H. erzählt von den Gründen für seine übertriebene Absonderung, von den Zwängen, und der überlasteten Mutter.

Regie Dominik Günther
Bühne und Kostüme Oliver Helf
Musik und Video Helena Ratka

Es spielt Ole Lagerpusch

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bakunin_auf_dem_ruecksitz
von Dirk Laucke
Uraufführung am 8. Oktober 2010, 20.00 Uhr Kammerspiele
Weitere Vorstellungen am 9., 13., 15. und 22. Oktober

Jörg ist tot. Nach einem Räumungsbescheid für seine Wohnung hat er den Gashahn aufgedreht. Bakunin, sein Hund, überlebt. Er wird von dem Immobilienmakler Steven, der aus Jörgs Ex-Wohnhaus ein Carloft machen will, mitgenommen hinaus in die Stadt, die Bakunin wie eine Welt im Ausnahmezustand, im Krieg aller gegen alle erscheint. Während Eddi, die Pflegekraft des verstorbenen Jörg, und Moni, die Wirtin der "Fettecke", nach Bakunin suchen und Jörg einen angemessenen Abschied bescheren wollen, gerät Steven in Konflikt mit dem Sohn seiner Geliebten Charlotte: Der 17-jährige Jan versucht, Stevens Auto abzufackeln. "Man muss das Eigentum und den Staat zerstören" schrieb der russische Begründer des Anarchismus Michail Bakunin. Er predigte den radikalen Umsturz der "herrschenden Verhältnisse" mittels Gewalt. In Dirk Lauckes neuem Stück ist die Hauptfigur Bakunin ein gebeutelter Hund, dessen Besitzer gestorben ist und der nun herrenlos umherirrt. Er beobachtet die Lebensverhältnisse im urbanen Raum, wo anscheinend jeder nur an sein eigenes Wohl denkt.

Nach 'Für alle reicht es nicht', das im April 2010 in der Regie von Sabine Auf der Heyde in der Box Premiere hatte, ist dies das zweite Stück von Dirk Laucke, das am Deutschen Theater zu sehen ist.

Regie Sabine Auf der Heyde
Bühne und Kostüme Johanna Pfau
Musik Jacob Suske
Dramaturgie Ulrich Beck

Es spielen
Hauke Diekamp, Moritz Grove, Matthias Neukirch, Isabel Schosnig, Simone von Zglinicki, Anita Vulesica

Ein Auftragswerk des Deutschen Theaters Berlin

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kinder_der_sonne
von Maxim Gorki
Premiere am 15. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Deutsches Theater
Weitere Vorstellungen am 16., 19., 21. und 27. Oktober

Im Haus des Wissenschaftlers Protassow und seiner Ehefrau Jelena gehen ein und aus: der Künstler Wagin, der in Jelena verliebt ist, die reiche Witwe Melanija, die in Protassow verliebt ist sowie der Tierarzt Tschepurnoj, der schon seit langem in Protassows Schwester Lisa verliebt ist. Schließlich noch der Hausmeister Jegor, der seinen Beruf versteht, aber trinkt und seine von ihm geliebte Frau schlägt. Alle Figuren sind auf der Suche nach einem erfüllten,
einem besseren, einem wertvollen Leben. Wie muss man arbeiten, wie miteinander leben, um so etwas wie Sinn zu verspüren? Sie verstehen einander nicht, sind sich fern, und scheitern bereits im alltäglichen Zusammenleben. Neurotisch, unglücklich, egoistisch und zutiefst komisch hat sich jeder in seinem Kokon eingerichtet. Und
draußen, auf der Straße, „unten“, findet eine wirkliche Revolte auch nicht statt.

In seinem Stück erzählt Maxim Gorki von der Vorausahnung einer politischen wie gesellschaftlichen Katastrophe und zeichnet das düster-komische Bild einer Gesellschaft, die unfähig ist zur Schaffung einer neuen, besseren Welt.

Regie Stephan Kimmig
Bühne Katja Haß
Kostüme Anja Rabes
Musik Michael Verhovec
Dramaturgie Sonja Anders

Es spielen
Markus Graf, Nina Hoss, Alexander Khuon, Sven Lehmann, Ulrich Matthes, Katharina Schüttler, Katrin Wichmann

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kein_schiff_wird_kommen
von Nis-Momme Stockmann
Premiere am 18. Oktober 2010, 20.30 Uhr, Box

Ein Stück über die Wende soll er schreiben. Ein großes Drama, das auf dem Markt "Theater" bestehen kann. Aber der junge Autor hat keinen Bezug zur Wendezeit. Er war noch ein Kind, als die Mauer fiel, und damals auch noch nicht in Berlin, sondern fernab der revolutionären Ereignisse, auf der Nordseeinsel Föhr. Und genau dorthin führen ihn seine Gedanken nun zurück. Ohne es zu wollen, versinkt er immer tiefer in der Vergangenheit und stößt auf sein eigenes 1989. Unerwartet sieht er sich mit der verschütteten Erinnerung an seine Familie konfrontiert – den Vater, den Bruder und seine Mutter, deren persönliches Schicksal die große Politik jener Zeit überschattete.

'Kein Schiff wird kommen' ist Familientragödie, Künstler- und Geschichtsdrama und ein Stück über zwei Mauern – die Berliner und die zwischen den Generationen.

Regie Frank Abt
Bühne Anne Ehrlich
Kostüme Katharina Kownatzki
Dramaturgie Meike Schmitz

Es spielen
Elias Arens, Markwart Müller-Elmau, Paul Schröder
und Silke Lange (Akkordeon)

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nathan-der-weise
von Gotthold Ephraim Lessing
Mit dem Sekundärdrama 'Abraumhalde' von Elfriede Jelinek
Gastspiel Thalia Theater Hamburg am 24. und 25. Oktober 2010, 20.00-22.00 Uhr, Deutsches Theater

"Stemann und Jelinek lenken den Blick aber vor allem auf die Verdrängungsleistung, die es braucht, um Lessings Appell seine Leuchtkraft zu erhalten. Dieser lessingsche/jelineksche 'Nathan' ist kein appellierendes Rührstück über die Vernunft des Glaubens, sondern eine Denkherausforderung, die nur auf den ersten Blick ohne Theater auszukommen scheint, dann aber doch mit ihm fasziniert.“
Salzburger Nachrichten

Regie Nicolas Stemann
Bühne Katrin Nottrodt
Kostüme Marysol del Castillo
Musik Thomas Kürstner und Sebastian Vogel
Video Claudia Lehmann
Dramaturgie Benjamin von Blomberg

Es spielen
Christoph Bantzer, Philipp Hochmair, Felix Knopp, Barbara Nüsse, Sebastian Rudolph
Birte Schnöink
Maja Schöne
Patrycia Ziolkowska

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scherbenpark
von Alina Bronsky
Uraufführung am 30. Oktober 2010, Box

"Manchmal denke ich, ich bin die Einzige in unserem Viertel, die noch vernünftige Träume hat, Ich habe zwei und für keinen brauche ich mich zu schämen. Ich will Vadim töten. Und ich will ein Buch über meine Mutter schreiben." Die 17-jährige Sascha ist aus Moskau nach Deutschland gekommen und lebt mit ihren zwei jüngeren Geschwistern im Solitär, einem Hochhaus-Ghetto, in dem eigene Gesetze herrschen, die sie mit wilder Entschlossenheit bricht. Sie ist nach der Ermordung ihrer Mutter durch ihren Stiefvater vor allem mit einem ausgestattet: Wut! Wut auf die Mutter, die Männer, das elende Russenghetto. Wut auf sich selbst.

Jugendliche Laien mit russischem Migrationshintergrund und erwachsene Schauspieler erzählen gemeinsam von der Parallelwelt "Aussiedler-Ghetto" und von der Erfahrung der (Selbst-)Entfremdung.

Regie Annette Kuß
Bühne und Kostüme Sigi Colpe
Video Jürgen Salzmann
Dramaturgie Barbara Kantel

Es spielen
Katarina Dmitrieva, Tatjana Eurich, Nicolas Farah, Andreas Knodel, Paul Mandalka, Ruth Meyer, Matthias Neukirch, Varya Popovkina, Vassilissa Reznikoff, Ilja Sorokin, Diana Zolotarova

 
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