spacer.png, 0 kB
spacer.png, 0 kB
Home arrow Buchtipps arrow Belletristik arrow Schnurre neu verlegt
Schnurre neu verlegt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Freitag, 13. August 2010

Wolfdietrich Schnurres 90. Geburtstag

Einer der ersten Autoren, die die amerikanische Short Story nach dem Vorbild von Poe, Hemingway oder Faulkner in Deutschland bekannt machten, war Wolfdietrich Schnurre. Der Mitbegründer der Gruppe 47 wäre am 22. August dieses Jahres 90 Jahre alt geworden.

 

1920 in Frankfurt am Main geboren, übersiedelte Schnurre 1928 mit seinem Vater nach Berlin. 1945 begann er zu schreiben. Zusammen mit Hans Werner Richter und Alfred Andersch war Schnurre Mitbegründer der legendären Gruppe 47. Es war seine Erzählung Das Begräbnis, die zum Auftakt gelesen wurde.

 



Im Berlin Verlag wurden aus diesem Anlass gerade Schnurres Roman »Der Schattenfotograf« (mit einem Vorwort von Wilhelm Genazino) und der Erzählband »Funke im Reisig« mit Schnurres heute wohl bekanntesten Geschichten neu veröffentlicht. Eine Entdeckung ist die bisher noch nicht publizierte Bildergeschichte für Erwachsene »Ein Leben« - hier präsentiert sich der Autor als origineller und witziger Zeichner. Die heiteren Erzählungen aus Schnurres »Es ist wie mit dem Glück« erscheinen ebenfalls in einer Neuauflage im Berliner Taschenbuch Verlag.



Wilhelm Genazino

»Es ist ein Glück, dass wir den »Schattenfotografen« wieder lesen können.« Wilhelm Genazino in seinem Vorwort zur »Schattenfotograf«-Neuausgabe


»Was macht - auch dreißig Jahre nach seiner Erstveröffentlichung - den »Schattenfotografen« zu einem so herausragenden Buch? Stärker als in seinen anderen Werken rückt Schnurre, ohne einer Nabelschau zu verfallen, sein Ich ins Zentrum, lässt seinen Reflexionen Spielraum, kommentiert das Zeitgeschehen und aktuelle Lektüren, blickt in die eigene Werkstatt und lässt den Leser an privater Not teilhaben.« Rainer Moritz, Die Literarische Welt


»Der Autor Schnurre ist jede Wiederentdeckung wert.« Helmut Böttiger, Deutschlandradio Kultur


»Wie viele deutsche Erzähler gibt es eigentlich, deren Laufbahn nach 1945 begonnen hat und denen man Originalität und Format nachrühmen kann? Hand aufs Herz: sieben? Oder sechs? Oder vielleicht nur fünf? Wie streng auch die Kriterien sein mögen - Wolfdietrich Schnurre gehört zu der kleinen Zahl derer, die ihnen standhalten.« Marcel Reich-Ranicki in Die Zeit

 
spacer.png, 0 kB
spacer.png, 0 kB
spacer.png, 0 kB
spacer.png, 0 kB