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Der Mensch als Tier PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Mittwoch, 16. Juni 2010

John Grays "VON MENSCHEN UND ANDEREN TIEREN - ABSCHIED VOM HUMANISMUS" macht betroffen, ratlos, hilflos. Dieses Buch ist ein Schrecknis. Es zerstört Ideale, Ilussionen, Hoffnung, Glauben. Es konfrontiert uns mit einer Tatsache, die wir kennen, leugnen, nicht wahrhaben wollen: Wir, die Menschen, sind eine Fehlentwicklung der Natur, eine Absurdität. Als Teil der Natur haben wir uns nicht nur von ihr abgewandt, wir leugnen sie und vernichten sie. Wir haben uns in Religion und Humanismus geflüchtet, wir vertrauen der Wissenschaft, die statt Heil nur immer neues Unheil bringt. Was der Mensch anderen, sich selbst - vor allem aber seiner Umwelt antut, ist ein tägliches Horrorszenario, seit Jahrtausenden, nun aber in rasender Geschwindigkeit. -Gray setzt sich mit  großen Philosophen, mit Religionen, mit Gnostik, Cybernauten, Nihilisten um vielem mehr auseinander, Dingen, die unsere Welt und unser Dasein zu erklären versuchen. Seine Erkenntnisse bedeuten das Ende aller Illusionen. Dabei ist vieles einfach und bekannt. Die fatalen Botschaften des Christentums, nach denen der Mensch sich die Erde untertan machen solle, die Bitte um Erlösung von den Sünden, die Hoffnung auf Erlösung ("von dem Übel"), Kriege und Zerstörungen als immer wieder kehrende Ereignisse.
Dabei gab es eine Zeit, in denen Menschen in der Natur und mit der Natur lebten, Pflanzen und Tieren sehr nahe, ihnen verbunden - es war die Zeit der "Naturvölker", der "Primitiven", die in Massenmorden nahezu ausgerottet worden sind. Wenige von ihnen leben noch heute - ohne Fortschritt im Hier und Jetzt, zufrieden, glücklich, gemeinsam ,ohne Lebensziel.
John Gray bezeichnet den Humanismus als eine gefährliche lebensbedrohende Ideologie. Der Mensch, so sein Fazit, geblendet von grenzenloser Selbsverherrlichung, führt die Welt und die Menschen selbst in den Untergang. Er wird immer an sich selbst scheitern und sich vernichten.
Das er noch einmal zu sich selbst finden könnte? Jeder muss es für sich selbst versuchen. Das bedeutet Abkehr und Umkehr.

 

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. Juni 2010 )
 
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