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Geschrieben von Dieter Bub
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Sonntag, 14. März 2010 |
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Händels Orlando an der Komische Oper in Berlin ist ein großer Wurf. Musikalisch brillant in einer fantasievollen, abwechslungsreichen Inszenierung, amüsant vergnüglich, selten ist Händel so unterhaltsam gelungen. Alexander Mork-Eidem erzählt die Geschichte vom unsterblich unglücklich verliebten Orlando, seiner Angebeteten Angelika und derem Geliebten Medoro, der wiederum nach einer Affäre weiter von Dorinda geliebt wird, wie einen barocken Sommernachtstraum, beschwingt, bis alle Verirrungen und Verwirrungen gelöst sind. Der Held findet in die Realität zurück und wird wieder um seine Ehre streiten, das Glück des verliebten Paares bleibt ungestört und Dorinda scheint geheilt. Die Zuschauer werden in einen Zauberwald entführt, in dem ein VW-Bus und ein Zelt zeitweise Liebes- und Spielort sind, der dann aber geheimnisvoll rauscht, in dem es spukt stürmt und Höllenfeuer sich öffnen. Geleitet, geordnet und beendet wird alles von Zarathustra, der als magischer Spielleiter agiert und alles durcheinander wirbelt. An seiner Seite als Assistent und Isabelle der Schauspieler Bernd Stempel, immer zur Stelle, schon in seiner Erscheinung und seinem Gang ein Vergnügen. Stempel und Wolf Matthias Friedrich sind als Verbündete des Glücks ein Traumpaar.Dazu bei den Solisten eine erstklassige Besetzung mit Mariselle Martinez in der Titelrolle, Brigitte Geller als Angelika, Elisabeth Starzinger als Medoro und Julia Giebel als Dorinda. Sie alle singen nicht nur fabelhaft sondern sind bewegt angagierte Darsteller mit großer Spielfreude. Dazu das Orchester der Komischen Oper unter Alessandro De Marchi frisch erstklassig Händel vom Feinsten! Besser gehts nicht!  
Dieter Bub
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. März 2010 )
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