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Geschrieben von Administrator   
Montag, 15. Februar 2010

Die Saison 2009/2010

Marek Janowski setzt 2009/10 programmatische Akzente mit der Reihe „Vive la France“ und mit einem sechsteiligen Beethoven-Zyklus.

Marek Janowski setzt 2009/10 programmatische Akzente mit der Reihe „Vive la France“ und mit einem sechsteiligen Beethoven-Zyklus.
Die Reise durch das französische Repertoire beginnt mit Hector Berlioz’ Symphonie fantastique, trifft auf Werke von César Franck, Ernest Chausson, Henri Dutilleux und Claude Debussy. Lise de la Salle spielt Saint-Saëns’ Klavierkonzert Nr. 2, und in Maurice Ravels „L’heure espagnole“ sind u.a. Vesselina Kasarova und Bo Skovhus Solisten einer halbszenischen Umsetzung in der Philharmonie Berlin sowie im Konzerthaus Wien.
Im Beethoven-Zyklus dirigiert Marek Janowski alle neun Sinfonien und vertieft die Programmaussage durch ausgewählte Streichquartette Beethovens in einem dritten Konzertteil, nach einer zweiten Konzertpause. Das RSB hat dafür vier Spitzenensembles eingeladen: das Hagen-, das Artemis-, das Belcea- und das Apollon-Musagète-Quartett. Außerdem führt das Orchester gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin die Missa solemnis auf.

Zwei Hauptwerke von Béla Bartók stehen im September 2009 konzertant auf dem Programm: Marek Janowski dirigiert die einaktige Oper „Herzog Blaubarts Burg“ mit Petra Lang, Albert Dohmen sowie Otto Sander als Sprecher. Marc Albrecht dirigiert die Pantomime „Der wunderbare Mandarin“.
In drei Konzertprogrammen widmet sich Marek Janowski ausschließlich den Werken von Johannes Brahms. Ausgewählt hat er u.a. das zweite Klavierkonzert mit Emanuel Ax als Solisten sowie „Ein deutsches Requiem“, das das RSB gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin aufführen und im Anschluss für PentaTone aufnehmen wird.

Kristjan Järvi, Marc Albrecht, Hugh Wolff und Rafael Frühbeck de Burgos kehren ans Pult des RSB zurück. Erstmals dirigieren der derzeitige Chef des RSO Wien Bertrand de Billy, der junge Chef des BBC Scottish Symphony Orchestra Ilan Volkov und der Künstlerische Leiter des RIAS Kammerchores Hans-Christoph Rademann das RSB. Simon Halsey leitet mehrere Konzerte, Frank Strobel kommt mit Western Film Music, moderiert von Herbert Feuerstein. Johannes Kalitzke leitet das Konzert im Rahmen des Festivals für neue Musik Ultraschall.

Herausragende Solisten, wie Waltraud Meier, Piotr Beczala, Lise de la Salle, Marc-André Hamelin, Boris Berezovsky, Rudolf Buchbinder, Sabine und Wolfgang Meyer, Vesselina Kasarova, Bo Skovhus, Patricia Kopatchinskaja, Mireille Delunsch, Shawn Mathey, Gilles Cachemaille, Christiane Oelze und Johan Reuter hat das RSB in der kommenden Saison eingeladen.

Die Schlüterhofkonzerte im Mai 2010 werden zum dritten Mal durch die Berliner Volksbank mit beispielhaftem Engagement unterstützt. Marek Janowski trägt die künstlerische Verantwortung für alle drei Programme und studiert anspruchsvolle Ensembleliteratur, zwischen Sinfonik und Kammermusik, mit den RSB-Musikern ein.

Zwei der sechs Familienkonzerte – Berlioz’ Symphonie fantastique und Strauss’ „Till Eulenspiegel“ – leitet und moderiert zum ersten Mal Marek Janowski. Die beiden Konzerte sind der „Prinzessin Kira von Preussen“-Stiftung gewidmet, die seit 55 Jahren bedürftigen Berliner Kindern einen kostenlosen Ferienaufenthalt auf der Burg Hohenzollern ermöglicht.
Herbert Feuerstein moderiert ein drittes Familienkonzert mit Western-Filmmusik, und die türkische Komponistin Sinem Altan leitet wiederholt ein Familienkonzert beim RSB. Ein neues Format hat das Werkstattkonzert „Die Berliner Stadtmusikanten“, bei dem Kinder selbst mitwirken können und die Eltern betreut werden.

61 Konzerte mit 50 verschiedenen Programmen, drei deutsche Erstaufführungen von Werken von Peter Eötvös, Arvo Pärt und Tristan Murail sowie zwei Uraufführungen der Komponisten Joseph Phibbs und Victoria Borisova-Ollas plant das RSB. Marek Janowski wird allein 36 Konzerte dirigieren.
2009/10 finden 19 der 31 Berliner Sinfoniekonzerte in der Philharmonie statt, acht im Konzerthaus. Die hervorragende Akustik des Großen und Kleinen Sendesaals im Haus des Rundfunks werden in dieser Saison viele Konzertbesucher für sich neu oder wieder entdecken können. Darüber hinaus spielt das RSB im Radialsystem V, im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums und in der Landesvertretung von Schleswig-Holstein. Im Berliner Dom ist es gemeinsam mit den anderen Ensembles der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH Berlin (roc berlin) am Benefizkonzert des Deutschlandfunks „20 Jahre Mauerfall“ am 9. November 2009 beteiligt.
Acht Konzerte mit dem Rundfunkchor Berlin sowie vier mit dem RIAS-Kammerchor unterstreichen die enge Zusammenarbeit innerhalb der roc berlin.
 
Mit 16 Konzerten u.a. in Wien, Prag, Graz, Essen, Stuttgart und Hannover sowie in den spanischen Städten Oviedo, San Sebastián und Valladolid baut das RSB seine nationale und internationale Präsenz in der kommenden Saison aus. Renommierte Musikfestivals, darunter das Musikfest Colmar, der Prager Frühling, das Quincena Musical de San Sebastián und die Stuttgarter Bachwochen, laden das Orchester ein. Der mehrjährige Bruckner-Zyklus in der Philharmonie Essen wird fortgesetzt. Zu festen Partnern zählen das Musikfest Berlin, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die Brandenburgischen Sommerkonzerte und der Choriner Musiksommer. Erstmals gibt das RSB gemeinsam mit dem Rundfunkchor Berlin eine erste „Berlin Night of the Proms“ im Museumspark Rüdersdorf.

Zehn Aufnahmeprojekte unter Leitung von Marek Janowski, Kristjan Järvi, Ilan Volkov, Horia Andreescu, Peter Hirsch, Matthias Foremny u.a. stehen 2009/10 mit allein 34 Studiotagen an. Aus der Gesamtaufnahme aller Sinfonien von Hans Werner Henze mit Marek Janowski sind 2008 bereits Nr. 7 und 8 erschienen, Nr. 9 befindet sich in Vorbereitung, Nr. 5 und 6 sind 2009/10 geplant. In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio und den Labels PentaTone, Wergo, Phoenix widmen sich weitere Aufnahmen u.a. Werken von Johannes Brahms, Richard Strauss, Oskar Fried, Luigi Dallapiccola, Arvo Pärt, Wilhelm Berger, Iwan Wyschnegradsky.

 
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