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Geschrieben von Administrator
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Dienstag, 9. Februar 2010 |
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Stefan Kimmig hat eine sehr eigene Sicht auf Schillers Gesellschaftsdrama "Kabale und Liebe" . Das Besondere an dieser -Inszenierung im Deutschen Theater in Berlin ist die Ausweglosigkeit, die sich in einem Türen-Bühnenbild dokumentieren soll - überall gibt es Türen - an Seiten, Wänden, im Boden, in der Decke die ins Nichts führen, hier gibt es kein Entkommen, auch wenn sich das monströse Klettergerüst noch in die Tiefe fahren und dort variieren läßt. . An dieser aufwändigen Stellage wird dann herumgeklettert, gehangelt, heruntergehängt. Dazu wird Schiller beschleunigt und versagsamt gesprochen, gebrüllt, rezitiert. Die Handlung wird gesprengt, variiert, enthemmt. Ferdinant vögelt mit Luise und mit Lady Milford, irgendwie, aus Lust oder Langeweile ? Klar gibt es auch in Stefan Kimmigs Inszenierung die Intrige, doch die gesellschaftliche Konstellation spielt keine Rolle mehr, die sich, wollte man zeitgemäß sein , durchaus bei gegenwärtig verstärkten Kontrasten zwischen Unter - und Oberschichten, Aus - und Inländern darstellen ließe. So gibt es durchaus Artistisches, Schauspieleriches in einer Interpretation, die ratlos und unzfrieden macht.
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