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Skandale im Theater : welche Geschichten um Regisseure, Schauspieler, um Inszenierungen, die in der Gesellschaft, bei Herrschenden, Zensoren, Ordnungshütern, Kritikern zu Protesten , Geschrei, zu Verboten führten. Immer wieder wurde provoziert, aus purer Eitelkeit, als Herausforderung, als Abbild von Realität. Das Buch aus dem Residenz-Verlag erzählt Geschichten von Aischylos bis Thomas Bernhard. Es sind Kritiken, Interviews, Berichte, Analysen, Anekdoten.
Am Ende ist da Bedauern, darüber, daß es kaum noch Skandale gibt. Heute ist alles möglich - weil alle Tabus längst gebrochen sind, weil Nacktheit schon langweilt, weil die Fäkalsprache nur noch Gähnen verursacht. Gut, es gibt Stücke, in denen Zuschauer angewidert das Theater verlassen, in denen auch mal gebuht wird - wenn beim Freischütz in Berlin Chor und Orchester so weit auseinander sind, als gehörten sie gar nicht zusammen, wenn die Angst vor Protesten aus der muslimischen Welt dazu führt, eine Mozart-Oper aus dem Spielplan zu streichen. Aber das alles sind Lappalien. Wir haben als Konsumenten alles gesehen, alles erlebt, nichts kann uns mehr erschüttern. Gut, daß wir wenigstens dieses Buch haben ! Vielleicht ist es ja eine Ermunterung für neue Provokationen. Lesenswerter Theaterleckerbissen.!
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