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"Das Jahr 1905" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 12. Mai 2009

Schostakowitschs Symphonie Nr.11 "Das Jahr 1905" gehört gewiss zu den aufwendigen Monumentalwerken symphonischer Dichtung, die nicht nur Erinnerung an das Ende der Zarenzeit und die bevorstehende Oktoberrevolution sein sollte sondern auch geprägt war von der Niederschlagung des Ungarnaufstandes. Das Werk ist weit mehr als eine russische Komposition mit Zitaten aus Freiheits - und Trauerliedern, es ist ein Anklage gegen Unterdrückung und die Sinnlosigkeit des Krieges, ein Requiem für die Opfer, nicht Hoffnung sondern Mahnung. Ingo Metzmacher hat das "Jahr 1905" mit dem Deutschen Symphonieorchester in einer faszinierend bedrückenden Interpretation aufgeführt, eine Stunde zwischen Trauer und Empörung, zwischen Besinnlichkeit und Eruption, eine ergreifende Stunde, die dem Zuhörer Schwermut und Klage vermittelt und ihn dann jäh mitreißt bis zu einem fujriosen unversöhnlichen Finale. Dabei erfüllt das Deutscxhe Symphonieorchester diese Aufgabe mit großer Hingabe und Anspannung, mit excellenten Solisten, die besonders gefordert sind. Ingo Metzmacher führt seine Arbeit mit Werken des 20. Jahrhunderts so konsequent fort, in Kürze in der Reihe Aufbruch 1909 mit Busoni, Stephan, Schreker, Reger, Mahler und Schönberg.
Im ersten Teil des Konzerts Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 mit Nelson Freire - von filigraner Klarheit, ein Pianist, der das vertraute Werk für sich neu erhört.

Dieter Bub

 

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 12. Mai 2009 )
 
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