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Geschrieben von Administrator
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Dienstag, 24. März 2009 |
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Warum habe ich erst nach 45 Minuten umgeschaltet ? Dabei war es bereits der zweite Teil. Ich war gewarnt. Eine Art von Selbstgeiselung. Ich wollte offenbar wissen, ob es wirklich so schauderhaft weitergeht.Die deutsche Familiengeschichte der Krupps im ZDF ist eine seltene Zumutung des ZDF, eine Reduzierung schrecklicher deutscher Geschichte auf eine verkitschte Familienstory, ein pompöses Blabla, bei dem mit nichts gespart wird - außer mit Inhalt. Der Beginn allein mit der altgeschminkten Iris Berben als Greisin in der Villa Hügel in den fünfziger Jahren ist ein grauslich vorgetragen dramatischer Monolog, wie wir ihn uns kaum in der hintersten Provinzbühne vorstellen können. Später - sie in jungen Jahren - kehrt sie die Gebildete heraus - Hitler sei ein Prolet und komme ihr nicht ins Haus - sagt sie zu ihrem Gatten und empfängt den Massenvernichter schließlich doch, weil er doch der Garant für die Produktion von Waffen und für den Erhalt von Arbeitsplätzen ist. Die fürsorglichen Unternehmer, die an ihre Kruppianer denken. Dazu der arme Sohn Alfried, der schon als Schuljunge unter den strengen Familienregeln zu leiden hat. Und über allem eine süssliche Musik schleimig ausgegossen. Das Schlimmste an diesem Machwerk : es blendet die Katastrophe, zu der die Krupps ihren Teil beigetragen haben nahezu völlig aus. Das ist verantwortungslos und völlig unverständlich. Hatte niemand den Mut, diesem Unfug der Berben-Dynastie Einhalt zu gebieten ? Waren die Verantwortlichen des Lesens und Sehens unkundig ? Sie waren nicht nur einäugig sondern blind. Die große Tragödie war und ist zu erleben - im Ersten in der Reihe "Kriegskinder".
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. März 2009 )
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