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Geschrieben von Administrator
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Sonntag, 22. März 2009 |
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Es war zu erwarten : mit dem 20. Jahrestag des Mauerfalls bieten die Verlage eine Vielfalt von Betrachtungen, in denen sich die Zeit der DDR und die Jahrzehnte danach erkunden lassen.
Dabei sind die Rückbesinnungen und Erlebnisse so groß wie das Spektrum der Beteiligten.
Hans Modrow Erinnerungen zeichnen ein Bild eines Staates, der nicht grundsätzlich an seiner Idee sondern an Fehlern bei der Umsetzung gescheitert ist - und in dem er sein Bestes getan hat. Er war schließlich ein Berufener als Nachfolger von Erich Honecker und Egon Krenz kurz vor Torschluß. Natürlich ist nicht darüber zu lesen, daß er es war, der alte Weggefährten und SED- Genossen noch mit Vergünstigungen, Häusern und Grundstücken versorgt hat - oder besser, um juristischen Anfechtungen auszuweichen, versorgt haben soll. Eine Geschichte vom Genossen für Genossen
Reinhard Höppner : Wunder muss man ausprobieren - der Weg zur Deutschen Einheit
Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen- Anhalt, der ungeniert als erster um der Macht willen mit der PDS ins Regierungsbett stieg und so ein Tabu brach, bemüht sich um einen Spagat zwischen den Problemen in der DDR und der Notwendigkeit der Veränderung.
Er neigt dabei zu mancherlei Kaschierung. So palavert er im Zusammenhang mit der Stasi. Es gäbe auch heute in Deutschland politische Intrigen, Mobbing etc. "Würde man heute ein Zentralarchiv der Denunziationen anlegen, die Akten wären genauso fies und schmutzig, wie die der Stasi." Auch die Flut von Glückrittern, die in den Osten kamen, um schnelle Geschäfte mit den Ossis zu machen und sie übers Ohr zu hauen und die Übernahme der DDR - Betriebe durch den Westen schildert Höppner eher als gegeben - ohne auf die Vernichtung von Unternehmen durch westdeutsche Konzerne und die vielfältigen Merkwürdigkeiten und Machenschaften der Treuhand einzugehen. Unter solchen Vorbehalten sind Höppners Betrachtungen besonders über die Zeit des Übergangs durchaus lesenswert.
Im Vorwort schreibt Richard von Weizsäcker : "Reinhard Höppner hat die Wende maßgeblich mitgestaltet." Weizsäcker benutzt das Krenz-Wort von der Wende. Es war die Zeit nach der friedlichen Revolution, die Zeit auf dem Weg zur Einheit und des Neubeginns.
( Aufbau - Verlag ).
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