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Zeiten des Aufruhrs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dieter Bub   
Sonntag, 18. Januar 2009

Ein außergeöhnlicher, großer Film - eine Meisterleistung von Regie und darstellerischer Präsenz Kate Winslet - gerade mit dem Golden Globe ausgezeichnet - und Leonardo DiCaprio, wieder gemeinsam vor der Kamera, zeigen uns die verzweifelte Suche eines Paares nach dem Glück im Amerika der fünfziger Jahre. Zuhause in einer Vorstadtsiedlung fährt der Mann jeden Morgen zusammen mit tausenden in ein Bürohaus in der Stadt zu einer stupiden Arbeit, während sie sich um die beiden Kinder, den Garten und die Rituale eines prüden mittelständischen Lebens kümmert. Sie will ihrem Mann die Möglichkeit geben sich seinen Traum von Paris und der Suche nach einem sinnvollen Lebens zu erfüllen. Der Versuch scheitert - aus Liebe werden Hass und Verzweiflung. Dieser Film nach einer Novelle von Richard Yates, dem in seinem Leben dieser Wechsel aus der amerikanischen Mittelstandsödnis zu seiner Berufung als Autor gelungen war, ist von einer ungewöhnlichen Brillanz , von einer Präzision in der Mileuschilderung einer seltenen Wucht der Darstellung. Ein Film für nicht nur einen Oscar. Wichtiger noch : ein Film, der gegenwärtig ist, noch heute gültig, der den Zuschauer fragen läßt, in welcher Arbeitsfalle mit immer neuen Verpflichtungen er sich eigentlich befindet.
Und leider auch ein Maßstab für einen so audwändig produzierten vergeudeten deutschen Film, wie die Buddenbrocks, der mit Ausstattung über Oberflächlichkeit und langweilige, schlechte schauspielerlische Qualitäten hinwegzutäuschen versucht. Läppisch, emotionslos. 
Dagegen ist "Zeiten  des Aufruhrs" wirklich  großes Kino ! 

 
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