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CITY OF DREAMS – ESA-PEKKA SALONEN UND DAS PHILHARMONIA ORCHESTRA PRÄSENTIEREN IHR ERSTES GEMEINSAMES GROßPROJEKT
Über neun Monate können Besucher das musikalische und kulturelle Leben Wiens zwischen 1900 und 1935 in Orchesterkonzerten in über 18 Städten, Kammermusikkonzerten, Filmpräsentationen, Studientagen, einer einzigartigen Informationsquelle im Internet und einem virtuellen Wiener Café in Royal Festival Hall im Southbank Centre entdecken.
Esa-Pekka Salonen, Principal Conductor und Artistic Advisor des Philharmonia Orchestra,
eröffnete am heutigen Montag dieses erste große Projekt mit dem Orchester. Die einzigartige Koproduktion zwischen dem Philharmonia Orchestra und dem Wiener Konzerthaus City of Dreams: Vienna 1900-1935 umfasst Partnerschaften mit internationalen Galerien, Sammlungen und Archiven sowie mit dem Royal College of Music London. Dabei nutzt das Orchester die neuesten digitalen Techniken, um die musikalische Welt von Mahler, Schönberg, Zemlinsky und Berg zum Leben zu erwecken und ihre Musik im historischen und sozialen Kontext, sowie im Rahmen von Kunst, Handwerk, Design, Architektur, Literatur, Philosophie und Wissenschaft dieser Zeit zu beleuchten. Das Projekt beginnt am 25. Februar 2009.
Über eine Zeitspanne von 9 Monaten geben Esa-Pekka Salonen und das Philharmonia Orchestra Konzerte in 18 Städten weltweit. Diese werden durch Kammermusikkonzerte, Lesungen, Filmpräsentationen, pädagogische Veranstaltungen und zu einem wesentlichen Anteil durch die virtuelle Internetplattform ergänzt, um Experten und Materialien der bedeutendsten internationalen Sammlungen zusammen zu bringen. Die Intention des Projektes ist, dem Publikum die Möglichkeit zu verschaffen, Wien um 1900 zu entdecken und zu zeigen, wie die Musik als Ausdruck dieser Zeit erfahrbar gemacht werden kann. Esa-Pekka Salonen bemerkt dazu:
„Wien um 1900 war ein kultureller Schmelztiegel, in dem sich Musiker, Philosophen, Dichter, Maler und Wissenschaftler in den vielen Cafés der Stadt trafen und künstlerische sowie wissenschaftliche Werke schufen, die den geschichtlichen Verlauf beeinflussten. Ich habe immer geglaubt, dass die Musik dieser Zeit von besonderer künstlerischer Bedeutung ist. Wir freuen uns darauf, unserem Publikum die Möglichkeit zu bieten, die Musik Mahlers, Schönbergs und Bergs im Kontext von Klimts Gemälden, Josef Hoffmans Geschirr und Freuds Träumen zu erleben.“
Julian Johnson, künstlerischer Berater des Projektes und Professor für Musik am Royal Holloway College und führende Stimme in den wissenschaftlichen Studien zur Wiener Moderne, brachte Experten der Musik, Kunst und Wissenschaft dieser Zeit zusammen. Schriftsteller und Akademiker wie Peter Vergo, Edward Timms, Simon Shaw-Miller, Jonathan Cross und Robert Vilain nehmen am Projekt teil, indem sie Filme vorstellen, wissenschaftliche Beiträge verfassen und Vorträge bei der Konferenz Explore Vienna halten. Partnerschaften mit dem Belvedere Museum Wien, Tate Liverpool, dem Arnold Schönberg Center, der British Library, dem Freud Museum und der Médiathèque Musicale Mahler in Paris ermöglichen ein vielfältiges Angebot an Bildern, Fotografien, Briefen, Partituren und Dokumenten, die online und in Publikationen zugänglich sind. Ein weiterer wichtiger Partner des Projektes ist das Royal College of Music London, das eine Reihe von fünf außergewöhnlichen Kammermusikprogrammen zwischen Februar und Oktober präsentiert. Julian Johnson äußert sich dazu:
„Diese außerordentlich reiche Musik vor dem Hintergrund der Wiener Kulturgeschichte zu hören, zeigt wie unzertrennlich das Romantische und Moderne verwoben sind. Durch die Reihe hindurch zieht sich ein schmerzliches Gefühl von Sehnsucht als Kontrapunkt zum Verlangen nach Neuem.“
Die Reihe wird am 25. Februar im The Anvil Basingstoke eröffnet, wo das Philharmonia Orchestra in Partnership ist. Im Zentrum des Projektes stehen sechs Konzerte in der Royal Festival Hall des Southbank Centre, die mit Schönbergs Gurrelieder am 28. Februar eröffnet werden und am 8. Oktober mit der halbszenischen Aufführung von Bergs Meisterwerk Wozzeck abschließen. Alle sechs Aufführungen werden live auf BBC Radio 3 übertragen. Höhepunkt der Reihe sind zwei Konzerte im Wiener Konzerthaus am 14./15. März. Die Zusammenarbeit mit dem Wiener Konzerthaus bereichert das Projekt um eine besondere Note, die zugleich den realen historischen Rahmen bietet. Bernhard Kerres, Direktor des Wiener Konzerthauses:
„In einem einzigartigen Projekt erfinden wir die Wiener Pfade und Netzwerke zu Beginn des 20. Jahrhunderts neu. Das Wiener Konzerthaus, das Philharmonia Orchestra und Esa-Pekka Salonen kommen zusammen, um den musikalischen Einfluss dieser Musik auf die europäische Kultur zu erforschen. Das zu dieser Zeit gegründete Wiener Konzerthaus hat eine lebendige Konzerttradition. In diesem Projekt wird es zu einem Katalysator der verschiedenen Institutionen, die an diesem Projekt teilnehmen.“
Das Projekt City of Dreams wird auch durch die vom preisgekrönten Team anspruchsvoll gestaltete Internetseite des Philharmonia Orchestera einem weltweiten Publikum zugänglich gemacht. Schon heute erreicht das Philharmonia Orchester mit seiner musikpädagogischen Internetseite Sound Exchange sowie seinem Online Download Shop, YouTube, Video Podcasts und Filminitiativen pro Jahr über 2 Millionen Besucher weltweit. Auf www.philharmonia.co.uk/vienna wird Besuchern ein eigener virtueller Wiener Kaffeehaustisch präsentiert, auf dem sie neue Dokumentarfilme zu Themen von Schönbergs Schachspiel bis Time, Trams and Technology im frühen 20. Jahrhundert in Wien anschauen können. Auf demselben Kaffeetisch können sie einen interaktiven Stadtplan Wiens um 1900 und eine Originalkopie des Ver Sacrum Magazins entdecken, ihren eigenen virtuellen Kaffee trinken, virtuelle Nachrichten versenden, sowie Konzertprogramme, Filmhintergründe, Artikel und Fotografien recherchieren.
In der Southbank Centre Royal Festival Hall können Besucher vom 26. Februar bis 23. März echte Wiener Mahlzeiten im virtual Café Central Vienna zu sich nehmen. Lebensgroße Videoprojektionen des Wiener Cafés, in dem Philosophen, Künstler und Denker, inklusive Sigmund Freud, ihre Ideen um 1900 ausgetauscht haben mögen, vereinen Alt und Jung, Tradition und Moderne. Hochmoderne Touchscreens ermöglichen den Besuch der Internetseiten des Orchesters, während an den City of Dreams-Konzertabenden Kaffeehausmusik von Lehár und Johann Strauss die Besucher auf die Konzertprogramme mit Mahler, Schönberg oder Berg einstimmt.
„Dieses Projekt ist ein herausragendes Beispiel für alles, wofür das Philharmonia Orchestra steht: außergewöhnliche Musik, höchste Qualität künstlerischer Zusammenarbeit, und vor allem ein außergewöhnliches Engagement, um die Musik hochwertig und lebendig erklingen zu lassen und dabei all unsere Erfindungsgabe und jede mögliche Quelle zu nutzen.“
David Whelton, Managing Director des Philharmonia Orchester:
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