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Der Schatten der Tiere PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 6. November 2008

Der Schatten der Tiere ist der Roman über zwei Suchende, Verzweifelte, die ihren Weg durch das Leben nur im Suff ertragen und sich doch nach Ruhe und Nähe sehnen. Der eine ist auf den Spuren des anderen, der eines gewaltsamen Todes gestorben ist, im unerwünscht nahe und doch fremd war. Getrennt von seiner Frau, gelegentlich im Gespräch mit seiner Tochter, sucht er die Nähe von Helene, der Frau des Toten und auch wenn sie in Norwegen auf den Spuren Brauns zusammen sind , gibt es doch keine Zukunft. "Der Schatten der Tiere" - es sind die Tiere im Berliner Zoo - ist ein irritierendes Buch, weil es die Tragödie der Trinker zeigt, nicht putzig vergnüglich wie bei Regeners Lehmann - Geschichten, sondern ausweglos. Das ist auch dann nicht  komisch, wenn der Erzähler volltrunken mit seinem Wagen von der Wisell - Brücke in Berlin auf eine Schrebergartenlaube stürzt und für Monate in den Kleingarten - Kolonien untertaucht.
"Ich lebe nicht anders als ein großer Teil der Menschen, betrunken und einsam. Man verzweifelt doch nicht, nur weil man irgendetwas liebt ( die Freiheit ? ) oder irgendetwas vermisst, sondern man verzweifelt erst, wenn man den Plan ausgeheckt hat, sich zu vernichten, bis ins kleinste Detail die Mittel zusammentragen konnte, die man braucht, um das Weite zu suchen."
Das Glück gibt es  nicht, es scheint, als werde es nicht einmal gesucht, weil es unerreichbar scheint.. Matthias Gatzka ist mit diesem Buch, seinem ersten Roman,  ein eindrucksvolles Debüt gelungen. . 

 

 
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