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Geschrieben von Dieter Bub
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Sonntag, 7. September 2008 |
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Sie schweben nicht auf Wolke 9, sie sind auch nicht im siebten Himmel - aber sie erleben ein Glück, wie sie es sich nicht mehr erträumt hatten.
Es ist eine alte und alt bekannte Geschichte. Eine verheiratete Frau verliebt sich unerwartet in einen Fremden, hat plötzlich Schmetterlinge im Bauch, begehrt und wird begehrt. Ungewöhnlich an "Wolke 9" sind zwei Besonderheiten : die Geschichte spielt in einem kleinbürgerlichen Milieu - Dreizimmerwohnung mit Ausblick auf die Berliner S-Bahn, alles bescheiden, athmosphärisch und mit großer Detailgenauigkeit beobachtet. Besondere Aufmerksamkeit hat der Film bereits in Venedig gefunden, weil er die Sexualität des Alters zeigt, radikal wie nie zuvor. Die Frau über sechzig, ihr Mann an die siebzig , der Geliebte noch einmal sechs Jahre älter. Hier wird nicht angedeutet, hier wird ausgezogen, miteinander gevögelt bis zum Orgasmus, zum Glück des nackten Miteinander. Das wirkt niemals anstößig, voyeuristisch sondern berührend und für viele erstaunlich. Regisseur und Schauspieler - leidenschaftlich , ungeschminkt und auch verzweifelt in ihrer neuen unerwarteten Situation.
Sex im Alter ist seit einiger Zeit eigentlich nichts Neues.Wir kennen die Story bereits durch Filme mit Jack Nickelsen, Götz George und Christiane Hörbiger - nur das dort der Sex der Alten zurückhaltend , selbstverliebt , eitel dargestellt wird.
Dagegen ist "Wolke 9" unverstellt, radikal, berührend. Ansehen !
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