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Ein „Muss“ für alle Sylt – Liebhaber ! Ein Buch für alle, die noch heute das wahre Sylt suchen und mit Glück , Spürsinn und der Hilfe von Freunden abseits des Rummels im Verborgenen finden.
Damit ist es auch ein Buch voller Wehmut an Zeiten, die längst Vergangenheit sind –
Dies war die Insel von Thomas Mann, Peter Suhrkamp, Ernst von Salomon, Ernst Rowohlt, Max Frisch, Siegward Sprotte, Gret Palucca und Valeska Gert – ja auch später von Axel Springer und Werner Höfer. Vor - und Nachkriegszeiten - aufregende Jahre an und in der Brandung. Veruchtes, Nacktes - alkoholische Exzesse und sexuelle Absessionen. Erotik, Bestätigung, Schlagzeilen.die Karawane der Prominenten - in die Jahre gekommen oder längst weiter gezogen. Nichts Neues außer Edelproll....und die wirklichen Syltkenner eher unerkannt.
Was Christine von Soden liebevoll entdeckt und zusammengefügt hat, ist ein Erinnerungsbuch an eine Zeit, in der „die Avantgarde baden ging“, ein Untertitel, der für die Dadaisten der zwanziger Jahre gelten kann aber insgesamt nicht ganz zutreffend ist , besser , in der viele das Unverwechselbare suchten und auch fanden, auf unterschiedliche Art.
Das Verruchte passte recht gut in die zwanziger, dreißiger Jahre und war damit nur Spiegelbild der Berliner Gesellschaft und nach dem Krieg Frieden in der Natur , in den Stürmen der Windsbraut Sylt.
Was wir auch erfahren sind die wahnwitzigen Auswirkungen des Nationalsozialismus bis hier oben auf die Insel mit dem Ausbau zur Festung, mit SA – Aufmarsch, Spitzeln, Denunziation, und Erschießungen in den Dünen.
Die Insel hat alles überdauert, schert sich nicht um das Getöse der Neureichen – Partys, die vor dreißig, vierzig Jahren begannen, begleitet von der Boulevard – Journaille, veranstaltet vom Protzke – Geld – Adel und eitlen Schmuckladys. Und auch heute wird in diesen Kreisen belächelt, wer mit Geringerem als einem Porsche vorfährt. Schlimmer noch aber die Entdeckung Sylts für die Investoren von TUI und Co, die mit Mammutbauten der Insel den Rest geben könnten – wenn da nicht der blanke Hans wäre, die Nordsee, die schon bald aus einer Insel zwei machen könnte…… Spekulationen. Zuvor hinfahren : „Zur Sommerfrische nach Sylt“, dieses Buch dabei und entdecken, abseits der Trubelmeile von Kampen und nicht unbedingt zu Gosch oder zur neu gestylten Abzocke – Strandwirtschaft der „Sansibar“, wo "man" sich trifft - aber vielleicht gehört das nun auch wieder dazu. 
Kristine von Soden
Zur Sommerfrische nach Sylt – Edition Ebersbach
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