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Geschrieben von Administrator
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Samstag, 12. Juli 2008 |
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Eigentlich verdiente es Lärchenau zum Wallfahrtsort zu werden Lärchenau, eine Autostunde östlich von Berlin, Richtung Storkow - ein Kaff gewiss aber von historischer Bedeutung - denn hier war der "Fiehrer" zu Besuch, hat die vegetarische Kost der beleibten Zwillingsschwestern mit Wohlbehagen verzehrt - und irgendwie auf dem Rückweg eine der beiden geschwängert. ( Könnte aber auch ein etwas geistig Behinderter gewesen sein - der Unterschied wäre, wir wissen es , unerheblich nur weniger dramatisch ! ) Das Ergebnis ist Adele, die Gunter Konarske begegnet, dessen Vater ein umschwärmter Dorfarzt war, der vom Landgrafen denunziert , im KZ umkommt. Gunter Konarske treibt es in die Forschung und er wähnt sich als sicherer Kandidat für den Nobelpreis. Sein wichtigstes Objekt ist Adele, die sich - dank Konarske - immer weiter verjüngt. Aus der Art geschlagen ist Sohn Timm, ein mißratenes Riesenbaby, der sich der Fleischerei widmet. Doch mehr sei nicht verraten. Das Personal in diesem grotesken Roman ist um viele weitere Gestalten reicher, die Handlung reicht von der Zeit des "Fiehres" über die DDR hinaus in eine unterschiedlich genutzte Freiheit. So ist Lärchenau auch ein Spiegel der Geschichte - focussiert auf ein Dorf mit seiner Bevölkerung und Ausflügen ins Berlin am Ende der vierziger Jahre. Das alles ist bizarr , voll überbordender Einfälle, köstlich - großes Lesevergnügen !   
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