Die wahre Geschichte der Frau von Kaiser Franz Joseph I. soll in „Elisabeth“ erzählt werden – so der Anspruch des Musicals.
Bereits über acht Millionen Zuschauer sahen sich in zehn Ländern an, was auf der Musicalbühne über die Kaiserin bayrischen Geblüts erzählt wird, deren Leben am Wiener Hof wie ein Märchen begann und tragisch scheiterte
Die Inszenierung von Harry Kupfer im Theater des Westens im neuen Bühnenbild verleiht der wahren und unverkitschten Geschichte über das Leben der Kaiserin und ihrer innigen Beziehung zum Tod neuen Glanz. In der Titelrolle begeistert Pia Douwes das Publikum, als "der Tod" zieht Uwe Kröger das Publikum in seinen Bann.
Vergessen wir Romy, wir erleben eine andere Kaiserin. Eine die gegen Isolation und Vereinsamung am kalten Hof kämpft, die zunehmende verbittert, auch depressiv wird.
Nicht den Kaiser liebt Elisabeth, sondern - den Tod. Noch bevor Franz Josef sie kennen lernt, begegnet ihr der Tod, als sie vom Maibaum fällt. Und er kehrt immer wieder: als sie sich doch mit dem anderen vermählt, als ihre Tochter stirbt, als ihr Gatte sie mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt und sie an Suizid denkt. Als ihr Sohn, Kronprinz Rudolph, Selbstmord begeht und sie schließlich in Genf einem Attentat zum Opfer fällt. Und sie ist immer bereit, dem Leben zu entsagen.
Diese Inszenierung in sparsamer und nicht überladener Kulisse ist anspruchsvoll, die Geschichte nicht der altbekannte falsche Kitsch - und gerade deshalb sehenswert. Das Publikum begeistert – vor allem von den Solisten.